Dominion – Das Kartenspiel

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Dominion ist eines meiner absoluten Lieblingsspiele. Wobei sich hier meine Meinung im Laufe der Zeit stark gewandelt hat. Als ich es zum ersten Mal gespielt habe, fand ich es ganz ok, habe ein paar Runden gespielt und es dann jahrelang auf die Seite gelegt. Irgendwie konnte es mich damals nicht so wirklich packen. Ich fand es zuwenig interaktiv und ehrlich gesagt, ein bisschen langweilig. Wie sehr ich mich geirrt habe, habe ich erst später verstanden, als ich mich intensiver mit Dominion beschäftigt habe. Falls ihr Dominion kaufen wollt, empfehle ich, dass ihr mit dem Basisspiel von Dominion beginnt. Dieses könnt ihr übrigens direkt hier kaufen, auf Amazon ist es derzeit aber leider nicht lieferbar.

Worum geht es bei Dominion?

Bei Dominion versucht man, sich aus den bestehenden Karten ein Deck zusammenzubauen und damit möglichst viele Siegpunkte zu kaufen. Jeder Spieler startet mit denselben Karten, dadurch hat jeder dieselben Startbedingungen.

Jede Runde zieht man 5 Karten und spielt dann seinen Zug. Dieser besteht aus dem Spielen einer Aktionskarte und dem Kaufen einer neuen Karte. Danach legt man die gespielten Karten und die restlichen Handkarten ab und nimmt sich 5 neue Karten aus seinem Deck.

Alle Karten, die man kauft, landen auch auf dem Ablagestapel und werden ins Deck gemischt, sobald man mit seinen Karten einmal durch ist. Dadurch vergrößert man sein Deck mit immer besseren Karten, bis das Spiel zu Ende ist. Wer dann die meisten Siegpunkte im Deck hat, gewinnt das Spiel.

Da jeder immer für sich seinen Zug spielt und danach der nächste Spieler dran ist, fand ich es zu Beginn viel zu wenig interaktiv. Es kam mir so vor, als würde jeder für sich spielen und dass es egal wäre, ob man mit mehreren Leuten spielt oder sogar alleine. Aber damit lag ich falsch.

Es gibt nämlich auch Angriffskarten, mit denen man aktiv den Gegner schädigen kann. Manchmal muss er Handkarten ablegen, manchmal muss er sich einen Fluch (bringt einem -1 Siegpunkt) nehmen und bei wieder anderen Angriffen verliert er in seinem nächsten Zug Geld oder Ähnliches.

Außerdem macht es einen großen Unterschied, welche Karten gekauft werden. Da jede Karte nur wenige Male im Spiel ist und wenn sie aus ist, kann man sie nicht mehr kaufen, kann man versuchen, die Strategie des Gegner zu stören, indem man Karten kauft, die dieser gerne hätte. Dadurch wirkt es sich sogar sehr stark auf den Gegner aus, was man kauft und was man spielt. Allerdings habe ich eben einige Zeit gebraucht, bis ich bei Dominion die richtigen Strategien heraus hatte, um wirklich gut spielen zu können.

Eine Runde Dominion dauert im Durchschnitt 20 Minuten bei uns, allerdings kann dies stark schwanken. Wir hatten schon Runden, die weit schneller vorbei waren, aber auch welche, die über eine Stunde gedauert haben. Je nachdem, wieviele Leute mitspielen und wieviele Aktionskarten gekauft werden, kann die Spielzeit stark variieren.

Grundsätzlich ist das Spiel für 2 bis 4 Spieler ausgelegt, wir haben es aber auch schon mit 6 Leuten gespielt und es ging wunderbar. Auch zu zweit lässt sich Dominion wunderbar spielen, wobei sich die Strategien mit der Anzahl der Spieler stark ändern können. Je mehr Mitspieler, umso weniger Runden spielt jeder einzelne Spieler, bis das Spiel aus ist. Daher funktionieren manche Strategien, wenn man nur zu zweit spielt, wenn man allerdings zu viert spielt, funktionieren diese nicht mehr. Mehr dazu erzähle ich in meinem Anfängerguide für Dominion, den ich bald schreibe.

Easy to learn, hard to master

Frei nach diesem Spruch sind die Regeln bei Dominion sehr simpel. Man zieht in jedem Zug 5 Karten von seinem Deck und kann eine Aktionskarte spielen und eine Karte kaufen. Das wars erstmal. Wenn man eine Aktion spielt, werden die Anweisungen ausgeführt und dann darf man eine Karte kaufen. Die gekaufte Karte wandert ins Deck und man hat sie später zur Verfügung.

Die Aktionskarten sind das Herzstück von Dominion. Sie bieten unzählige Möglichkeiten. Man kann entweder zusätzliche Handkarten ziehen, sich Karten direkt ins Deck mischen, man kann sich zusätzliche Karten kaufen, und, und, und. Es gibt von Dominion viele verschiedene Erweiterungen und jede bietet weitere Aktionskarten, die das Spiel interessanter gestalten. Man kann zu Beginn aber auch mit der normalen Basisedition spielen, diese bietet alles, was man zum Spielen braucht. Ich würde auch empfehlen, mit dieser zu starten, da mit jeder Erweiterung zusätzliche Regeln ins Spiel kommen, die Dominion komplexer machen. Die Grundregeln bleiben zwar immer gleich, aber man muss öfters gespielt haben, um wirklich effektiv spielen zu können. Man wird leider sehr schnell von all den Möglichkeiten erschlagen und Dominion macht es einem neuen Spieler sehr leicht, Anfängerfehler zu machen. Aber nicht darüber ärgern, das geht jedem Spieler am Anfang so. Bald schreibe ich einen kleinen Anfängerguide, welche Fehler ihr am Anfang vermeiden solltet. Das sollte euch helfen, euer Deck effektiver aufzubauen.

Viele Aktionskarten von Dominion auf einem Haufen
Dies sind einige der Aktionskarten, die zur Auswahl stehen, wenn man mehrere Dominion-Editionen kombiniert

Was macht Dominion so besonders?

Der Hauptgrund, warum mir Dominion so gefällt, ist die enorme Abwechslung. Wir spielen mit dem Basisspiel und 6 Erweiterungen dazu. Insgesamt stehen also sicherlich über 150 verschiedene Aktionskarten zur Verfügung. In jedem Spiel werden aber nur 10 Karten davon ausgelegt, die man auch kaufen kann. Wir wählen diese 10 Karten immer zufällig aus, dadurch ist jedes Spiel einzigartig und man muss sich immer eine neue Strategie überlegen.

Natürlich sind die verschiedenen Karten unterschiedlich gut. Es gibt Spiele, da würde ich eine bestimmte Karte nie kaufen, weil sie einfach zu schlecht ist und bessere Karten zur Auswahl stehen, die besser zusammenpassen. Im nächsten Spiel ist genau diese schlechte Karte aber auf einmal sehr stark, weil sie wunderbar mit zwei anderen Karten zusammenspielt, die vorhin nicht zur Auswahl standen. Das macht jede Runde zu einer neuen Herausforderung und das Gehirn wird ordentlich gefordert, da man sich ständig eine neue Strategie überlegen muss.

Mehrere Editionen von Dominion auf unserem Spieletisch
Ein paar der Editionen, mit denen wir spielen. Alle hatten nicht Platz auf unserem Bild 🙂

Mein Fazit zu Dominion

Wenn ich ehrlich sein soll, ist Dominion wohl mein absolutes Lieblingsspiel. Ich kenne kein anderes Spiel, dass derart viel Abwechslung bietet und bei dem die Langzeitmotivation derart hoch ist. Ich habe bestimmte schon mehrere hundert Runde Dominion gespielt und noch immer macht es wahnsinnig Spaß. Einfach nur, weil die Abwechslung so hoch ist. Manches Mal kann es natürlich passieren, dass eine bestimmte Kombination von starken Karten zur Auswahl steht und jeder versucht dann, genau diese Karten zu kaufen. Diese Runden sind meiner Meinung nach dann immer etwas langweilig, da jeder dieselbe Taktik verfolgt. Aber meistens ist es so, dass alle Spieler vor Spielbeginng erst einmal einige Minuten die Karten betrachten und überlegen, was sie kaufen und welche Strategie sie verfolgen sollen. Das sind meistens die spannendsten Runden, da jeder einen unterschiedlichen Plan verfolgt, um zu gewinnen und es dann oft vorkommt, dass einem andere Spieler die begehrten Karten wegkaufen, nur damit man die eigene Taktik nicht erfolgreich ausführen kann.

Natürlich gehört auch immer etwas Glück dazu, dass man aus seinem Deck die richtigen Karten zieht. Aber der Glücksfaktor ist weit niedriger, als man im ersten Moment denkt, da man durch geschicktes Spielen sein Deck so bauen kann, dass man fast immer eine gute Hand zieht. Je besser man also wird, umso geringer wird der Glücksfaktor bei Dominion.

Die Verpackung ist sehr durchdacht und bietet ein wunderbares Ablagesystem für die Karten, so kann man immer direkt losspielen und muss nicht zuerst sortieren. In der Mitte sieht man eine Übersicht, in welchen Slot die Karte gehört und daneben gibt es genug Platz für diese Karte. Die Slots sind natürlich unterschiedlich groß, da nicht von jeder Karte gleich viele Exemplare zur Verfügung stehen. Das gesamte Ablagesystem ist eine sehr gute Idee, so gehört sich das.

Das Ablagesystem von Dominion in der Verpackung
Ein tolles und durchdachtes Ablagesystem zum Sortieren und Aufbewahren der Dominion-Karten

Einziger Wermutstropfen von Dominion ist der doch recht hohe Preis. Das Basisspiel und die verschiedenen Erweiterungen kosten jeweils zwischen 20 Euro und 30 Euro, was sehr teuer ist für ein reines Kartenspiel. Hier bieten andere Brettspiele weit mehr Inhalt fürs Geld. Mit allen Erweiterungen kostet Dominion also schnell mal weit über 100 Euro, was sehr viel ist, auch wenn man dafür ein geniales Spiel bekommt. Bei uns hat sich Dominion auf jeden Fall ausgezahlt, wir haben kein anderes Spiel derart viel gespielt, also ist die Preis/Leistung für uns auf jeden Fall top. Aber wenn man es nur selten spielt ist der Preis zu teuer. Falls ihr es euch trotz des Preises kaufen wollt, empfehle ich euch, mit dem Basisspiel von Dominion zu starten. Auf Amazon ist es derzeit allerdings nicht lieferbar.

Abwechslung:
Komplexität:
Strategie:
Glücksfaktor:
Preis/Leistung:
Anfängerfreundlichkeit:

Gesamtbewertung:

9 von 10 Siegpunkten
6 von 10 Siegpunkten
6 von 10 Siegpunkten
4 von 10 Siegpunkten
5 von 10 Siegpunkten
7 von 10 Siegpunkten

8 von 10 Siegpunkten

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About Shanti

mag lange, sehr verschachtelte Texte, die intelligent klingen sollen. Gelingt ihm allerdings nicht immer. Also, dass die Sätze intelligent klingen. Wenn er nicht gerade dabei ist, verwirrende Satzkonstruktionen zu bauen, vertreibt er sich seine Zeit mit diversen Dingen wie Zocken, Lesen (es gibt tatsächlich noch Leute die Bücher lesen, man mag es kaum glauben), Serien schauen oder auch technischen Dingen, wie diesen Blog zu betreuen. Großteils verantwortlich für die Kategorie Random Stuff, da sein Hirn voll mit schwachsinnigen Ideen ist, die nach außen drängen.

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