Hunter X Hunter

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So, nun ist es soweit. Endlich habe ich mir die Zeit genommen, um über Hunter X Hunter zu schreiben. Einer meiner absoluten Lieblingsanime. Hunter X Hunter gibt es auch als Manga, den habe ich auch gelesen, und es gibt nicht nur einen Anime, sondern sogar zwei. Wobei die neuere Version meiner Meinung nach weit besser ist, weil das Pacing einfach besser ist und auch die Animationen besser sind. Zusätzlich gibt es einige Szenen, die im originalen Anime nicht enthalten sind in der neuen Version und diese sind einfach großartig. Wenn ihr also Hunter X Hunter schauen wollt, nehmt die aus 2011. Es lohnt sich.

Worum geht es in Hunter X Hunter?

In der Welt von Hunter X Hunter gibt es allerlei Mysterien. Orte, die noch niemand gesehen hat, Kreaturen, denen noch niemand begegnet ist. Diejenigen, die diesen Dingen auf den Grund gehen, nennt man Hunter. Um Hunter zu werden, muss man eine schwere Prüfung bestehen, bekommt dafür aber allerlei Vorteile. Leichteres Reisen zwischen den Staaten, ein riesiges Informationesnetzwerk und Ähnliches. Jeder Hunter hat sich auf ein Spezialgebiet fokusiert, manche jagen Kopfgelder, andere erforschen alte Ruinen und wieder andere haben sich auf das Entdecken neuer Kochzutaten spezialisiert.

Gons Vater ist ein Hunter und Gon wurde von ihm als kleines Kind bei seiner Tante zurückgelassen. Allerdings nimmt Gon das seinem Vater nicht übel, sondern er will ebenfalls Hunter werden. Hunter zu sein muss unglaublich toll sein, sonst hätte ihn sein Vater ja nicht zurückgelassen, denkt er. Daher bricht er eines Tages auf, um sich an der Prüfung zu versuchen. Diese gestaltet sich jedoch als extrem schwierig und er lernt während der verschiedenen Tests einige Leute kennen, die er schnell in sein Herz schließt, Killua, Kurapica und Leorio. Gemeinsam versuchen sie, Hunter zu werden. Doch schon während der ersten Prüfung stellt sich heraus, dass es einige Teilnehmer gibt, die nicht unbedingt das Ziel haben, Hunter zu werden, sondern eigene Ziele verfolgen.

Hunter X Hunter Gon, Killua, Leorio und Kurapica
Gon (in der Mitte) und rechts neben ihm ist Killua zu sehen. Links daneben ist Kurapica und der Typ im Anzug ist Leorio

Gon und Killua

Ein besonderes Augenmerk legt Hunter X Hunter auf die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten. Beide sind 12 Jahre alt und sie verstehen sich auf Anhieb, obwohl sie ziemlich unterschiedlich sind. Gon ist ein Sturkopf, der aber von allen sofort ins Herz geschlossen wird. Seine etwas naive Art und seine Unfähigkeit, irgendjemandem böse zu sein wirken sympathisch. Killua hingegen ist geheimnisvoll und ruhig. Aber trotz ihrer Gegensätzlichkeit entwickelt sich zwischen den beiden eine innige Freundschaft. Natürlich verstehen sie sich auch mit Leorio und Kurapica sehr gut, aber die zwei sind fast wie Brüder.

Natürlich erlebt die Gruppe im Laufe von Hunter X Hunter noch viele weitere Abenteuer, aber ich will euch da jetzt nicht spoilern. Lediglich vor dem letzten Teil der Geschichte will ich euch warnen, der vorletzte Teil des Anime ist nämlich die Chimera-Arc. Und diese ist leider furchtbar langweilig. Irgendwie hat sich der Stil des Anime völlig gewandelt und leider nicht zum Besseren. Ständig erzählt ein Sprecher aus dem Hintergrund, was gerade passiert und irgendwie ist der ganze Chimera-Arc einfach nur seltsam. Leider wird der Anime auch nicht mehr fortgesetzt, da der Manga auch nur sehr selten erscheint. In etwa erscheinen hier 1 bis 2 Kapitel im Jahr, wenn überhaupt, Was sehr schade ist, da der Manga nach der Geschichte mit den Chimären echt spannend weitergeht. Das ist auch der einzige Grund, aus dem ich empfehlen würde, die Chimera-Arc trotzdem zu schauen. Danach gibt es noch ein paar Folgen, die echt gut sind.

Die Bösewichte sind das Beste an Hunter X Hunter

Wobei meiner Meinung nach die Gegenspieler der größte Pluspunkt an Hunter X Hunter sind. Die ganze Welt ist voll von interessanten Figuren und keiner der bösen Charaktere ist wirklich nur böse. Vorallem Hisoka, ein vom Kämpfen besessener Zauberer, ist wohl einer der coolste Charaktere die es gibt. Er verfolgt zwar ein Ziel, ist aber sonst völlig von seiner momentanen Gefühlslage gesteuert. Manchmal hilft er anderen grundlos, aber wenige Minuten später schlachtet er viele Unschuldige ab, ganz wie er gerade will. Das wirkt aber nie konstruiert, ich hatte wirklich immer das Gefühl, mich in seine momentane emotionale Lage hineinversetzen zu können.

Aber auch die Genei Ryoden, die Phantomtruppe, wie sie auf Deutsch genannt wird, sind extrem coole Gegenspieler. Der Spitzname dieser Gruppierung ist die Spinne und sie agieren teilweise wie ein wildes Tier. Was sie wollen, nehmen sie sich einfach, ohne Rücksicht auf andere. Allerdings sind sie alle durch ein enges Band verbunden, dass im Anime durchaus näher beleuchtet wird. So bekommt die Spinne ein sehr menschliches Gesicht und auch, wenn ich ihre Taten nicht gutheißen kann, so kann ich sie doch etwas nachvollziehen.

Aber auch viele Nebencharaktere, die nur kurz vorkommen, sind sehr interessant gestaltet. So haben viele Charaktere mit einem Kurzauftritt auch eine kleine Hintergrundgeschichte, die sie lebendig werden lässt. Mir ist es bei einem Anime immer wichtig, dass die Figuren nicht einfach nur farblos und langweilig sind. Ich mag Charaktere mit Tiefgang, einer eigenen Motivation, einer Geschichte, einfach lebendige Figuren. Und genau das bekomme ich bei Hunter X Hunter zur Genüge.

Auch die Welt ist interessant

Aber nicht nur die Charaktere, auch die Welt ist sehr detailreich gestaltet. Verschiedene Länder mit verschiedenen politischen Gruppierungen, die um die Macht kämpfen. Unerforschte Gebiete, in denen man vergessene Ruinen oder wilde, noch nie gesehene Tiere finden kann, gibt es zur Genüge. Das Entdeckerherz hat viel Freude an Hunter X Hunter.

Mein Lieblingsarc ist übrigens Greed Island. Das wird euch jetzt noch nichts sagen, aber wenn ihr den Anime schaut, werdet ihr erfahren, was es damit auf sich hat. Ich finde die anderen Arcs auch großartig, außer den Chimera-Arc, aber dieser hat mir doch am Besten gefallen.

Was ich ebenfalls sehr mag an Hunter X Hunter ist das Kräfteverhältnis der Charaktere. Ich hasse es zutiefst, wenn der Hauptcharakter einfach so einen übermächtigen Feind besiegt durch die Macht der Freundschaft oder aus anderen schwachsinnigen Gründen. Aber er muss ja gewinnen, steht ja schließlich so im Drehbuch. Das nervt mich immer ungemein und Hunter X Hunter geht hier auch völlig andere Wege. Im Laufe der Geschichte werden Gon und Killua immer stärker und ich konnte direkt erleben, wie sie auf ihrem Weg immer bessere Kämpfer werden. Aber in keinem Moment des Anime gewinnen die beiden einen Kampf gegen übermächtige Feinde, nur weil es halt so sein soll. Ist der Feind zu stark, verlieren die beiden oder flüchten oder müssen sich andere Dinge einfallen lassen.

Grandiose Kämpfe

Die Kämpfe sind generell einer der sehr starken Punkte von Hunter X Hunter. Sie sind schön animiert und voller Action, aber immer gut durchdacht. Die Taktik und Strategie spielt hier eine große Rolle, hier wird nicht einfach nur wild aufeinander eingedroschen bis einer tot umfällt. Auch die Kämpfe enden nicht immer nur durch den Tod. Die Menschen wollen ja schließlich nicht sterben und das merkt man hier auch. Auch fällt vielen Menschen das Töten schwer und sie wollen nicht einfach jemanden töten, nur weil er böse ist. Diesen Ansatz finde ich sehr interessant, da leider oft der Bösewicht einfach getötet wird, weil er es ja verdient hat. Soweit ja ok, aber selten sieht man, dass auch den guten Figuren das Töten vielleicht nicht leicht fällt. Oft töten die Helden die Bösen einfach ohne Gewissensbisse. Das wirkt auf mich immer sehr unmenschlich und ich bin sehr froh darüber, dass das hier nicht der Fall ist.

Ähnlich zu Tower of God

Wie man vielleicht schon gemerkt hat, bin ich ein riesengroßer Hunter X Hunter Fan. Darum tut es mir auch wahnsinnig weh, dass nur so selten neue Ausgaben des Mangas erscheinen, aber mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass die Geschichte wohl nie zu Ende gebracht wird. Der Anime hat auf jeden Fall ein Ende, auch wenn man die Geschichte um Gon und Killua natürlich noch weitererzählen könnte. Aber sie hat ein gutes Ende und damit bin ich zufrieden.

Sowohl beim Lesen als auch beim Schauen hat mich immer ein gewisses Gefühl gepackt, dass ich nur schwer in Worte fassen kann. Ich konnte nicht aufhören und war immer gespannt, wie es weitergeht. Das schaffen nur wenige Anime bei mir. Wenn euch Hunter X Hunter gefällt, empfehle ich auf jeden Fall Tower of God. Der Manhwa ist vom Stil her ähnlich und hat mittlerweile auch bereits eine Anime-Adaption erhalten, die ebenfalls grandios ist. Falls ihr Hunter X Hunter noch nicht gesehen oder gelesen habt, beneide ich euch etwas. Gerne würde ich die Zeit zurückdrehen und dieses Meisterwerk noch einmal von vorne schauen. Doch leider geht das nicht und so bleibt mir lediglich die Möglichkeit, alle paar Jahre wieder alle Folgen zu schauen. Meistens an einem Wochenende. Binge-Watching vom Feinsten 🙂

Hunter X Hunter findet ihr übrigens auf Netflix. Auch beide Filme findet ihr dort, diese sind nicht ganz so toll wie die Serie, aber dennoch auf jeden Fall eine Empfehlung. Allerdings solltet ihr alles auf Japanisch mit Untertiteln schauen, die deutsche Synchronisation ist leider nicht besonders gelungen. Falls ihr den Manga kaufen wollt, könnt ihr das zB bei Thalia oder bei Amazon machen.

About Shanti

mag lange, sehr verschachtelte Texte, die intelligent klingen sollen. Gelingt ihm allerdings nicht immer. Also, dass die Sätze intelligent klingen. Wenn er nicht gerade dabei ist, verwirrende Satzkonstruktionen zu bauen, vertreibt er sich seine Zeit mit diversen Dingen wie Zocken, Lesen (es gibt tatsächlich noch Leute die Bücher lesen, man mag es kaum glauben), Serien schauen oder auch technischen Dingen, wie diesen Blog zu betreuen. Großteils verantwortlich für die Kategorie Random Stuff, da sein Hirn voll mit schwachsinnigen Ideen ist, die nach außen drängen.

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