Sternenspiel – Sergej Lukianenko

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Lukianenko ist ein Autor, dessen Bücher ich eigentlich immer gerne lese, auch wenn sie für mich irgendwie Hit oder Miss sind. Teilweise liebe ich seine Bücher, wie zum Beispiel die Wächter Reihe, teilweise finde ich sie aber auch sehr langweilig und muss mich durch die Bücher durchkämpfen. Daher war ich schon sehr gespannt auf Sternenspiel und ich muss sagen, mir hat das Buch recht gut gefallen. Kein Meisterwerk, aber definitiv empfehlenswert.

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, es ist zwar schlicht gehalten, aber ich finde, mit den Farbkombinationen passt es sehr gut zusammen.

Das Buch Sternenspiel von Sergej Lukianenko, im Hintergrund ein Holzrad mit Lampions
Sternenspiel von Sergej Lukianenko. Das Farbspiel am Cover gefällt mir sehr gut.

Sternenspiel hat auch einen Nachfolger, Sternenschatten. Ich schreibe hier nur über den ersten Band, meine Meinung zum zweiten Band gibt es in einem eigenen Beitrag. Kaufen könnt ihr das Buch übrigens *hier. Das Buch ist auch als Hörbuch auf Audible erhältlich, aber da ich es gelesen habe, kann ich über die Qualität des Hörbuches leider nichts sagen.

Die Handlung von Sternenspiel

In Sternenspiel geht es um Pjotr. Der junge Mann arbeitet als Pilot und bringt Waren von A nach B. Allerdings nicht auf der Erde, sondern im Weltall. Die Menschheit hat die Technologie entwickelt, um direkt von einem Ort zum anderen zu springen, wie eine Art Teleportation. Allerdings ist die Entfernung des Sprunges immer gleich, manchmal werden also mehrere Sprünge benötigt um ans Ziel zu gelangen. Die Menschen sind auch nicht die einzige Rasse im All, so gibt es unzählige andere Rassen, die mächtigsten unter ihnen sind die Anführer des Konklaves. Die schwächeren Völker, wie zum Beispiel die Menschen, bekommen vom Konklave Aufgaben zugeteilt und diese müssen sie erfüllen. Da die Erdbewohner die einzige Rasse sind, die den Sprung überleben, arbeiten sie als Fuhrleute für das Konklave. Das Schicksal der Menschheit besteht also darin, Waren von einem Ort zum anderen zu bringen.

Damit ist Pjotrs Großvater Andrej allerdings nicht einverstanden. Als eine fremde Zivilisation entdeckt wird, die auch aus Humanoiden besteht, technologisch allerdings viel weiter fortgeschritten ist, heckt Andrej einen Plan aus, um mit ihrer Hilfe das Konklave zu Fall zu bringen. Daher machen sich Pjotr, sein Großvater, seine Asssistentin Mascha und der Kriegsheld Danilow mit der Hilfe einiger anderer schwächerer Völker auf den Weg, um die Neuankömmlinge um Hilfe zu bitten.

Sternenspiel startet sehr spannend

Das Buch von Lukianenko startet durchaus spannend. Die Charaktere sind alle sehr gut geschrieben und haben Persönlichkeit. Auch die anderen Rassen sind sehr interessant und machen Lust darauf, mehr über das Universum zu erfahren, in dem sich die Geschichte abspielt. Wie auch bei anderen Büchern neigt auch hier der Autor dazu, teilweise sehr philosophische Fragen aufzuwerfen, was durchaus zum Nachdenken anregt.

Die abenteuerlustige Mannschaft sieht sich immer wieder mit moralischen Zwickmühlen konfrontiert und dies führt auch innerhalb der Gruppe zu Streitereien. Beide Seiten haben gute Argumente, daher ist es mir als Leser durchaus schwer gefallen, einer bestimmten Partei Sympathie zu schenken. Bei Sternenspiel gibt es kein Schwarz und Weiß, sondern lediglich moralische Grautöne, die jeder etwas anders bewerten wird.

Mein Fazit

Sternenspiel ist eine gelungene Mischung aus Sciene Fiction, Abenteuer und Philosophieroman. Das Ende macht auf jeden Fall Lust auf Sternenschatten, den zweiten und letzten Teil der Reihe. Lediglich die philosophischen Passagen des Buches sind manchmal etwas langatmig, da dieselben Fragen immer wieder gestellt werden und man das Gefühl hat, dass man die Sicht von allen Seiten bereits gelesen hat. Hier wäre es schön gewesen, wenn Sergej Lukianenko etwas weniger versucht hätte, intellektuell wirken zu wollen und dafür noch etwas Spannung reingebracht hätte. Aber trotz diesem kleinen Manko kann ich Sternenspiel empfehlen, auch wenn die Mischung der Genres im ersten Moment sehr gewagt wird.

Meine Wertung wäre daher

7 von 10 Sternen

Falls ihr nun Interesse an dem Buch habt, könnt ihr es gerne direkt *hier kaufen. Oder habt ihr es bereits gelesen? Falls ja, wie hat es euch gefallen? Ich freue mich über rege Diskussionen in den Kommentaren 🙂

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About Shanti

mag lange, sehr verschachtelte Texte, die intelligent klingen sollen. Gelingt ihm allerdings nicht immer. Also, dass die Sätze intelligent klingen. Wenn er nicht gerade dabei ist, verwirrende Satzkonstruktionen zu bauen, vertreibt er sich seine Zeit mit diversen Dingen wie Zocken, Lesen (es gibt tatsächlich noch Leute die Bücher lesen, man mag es kaum glauben), Serien schauen oder auch technischen Dingen, wie diesen Blog zu betreuen. Großteils verantwortlich für die Kategorie Random Stuff, da sein Hirn voll mit schwachsinnigen Ideen ist, die nach außen drängen.

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