Sternenschatten – Sergej Lukianenko

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Bei Sternenschatten handelt es sich um den zweiten Teil von Sternenspiel, die Rezension dazu findet ihr hier. Ich fand den ersten Teil durchaus gelungen, zeitweise etwas langatmig, aber trotzdem lesenswert. Daher war ich recht gespannt auf den *zweiten Teil namens Sternenschatten, dieser hat mich dann allerdings sehr überrascht.

Das Cover von Sternenschatten ist sehr ähnlich wie beim ersten Teil, auch wieder sehr schlicht, nur statt des hervorstechenden Orange des ersten Teils wurde hier ein schönes Blau verwendet. Das Cover gefällt mir persönlich sogar noch besser als das des vorigen Buches.

Sternenschatten von Sergej Lukianenko
Mir gefällt das Cover sehr gut 🙂

Sternenspiel gibt es auch als Hörbuch bei Audible, ich habe aber das Buch gelesen. Über die Qualität des Hörbuches kann ich also keine Auskunft geben.

Worum geht es in Sternenschatten?

Das Buch startet wieder aus der Perspektive von Pjotr, dieser befand sich in der Gestalt von Nik Rimer auf dem Planeten der Geometer, weil er mehr über diese fremde Zivilisation erfahren wollte. Dort hörte er immer wieder von dem sogenannten Schatten, erfährt aber nichts Genaues darüber. Er bekommt lediglich mit, dass die Geometer den Schatten fürchten. Pjotr versucht nun, vom Planeten zu flüchten und den Schatten aufzusuchen, um Hilfe gegen das Konklave und auch gegen die Geometer zu erhalten.

Was genau der Schatten ist und warum sich die Geometer so dafür fürchten, erfährt ihr, wenn ihr das Buch lest 🙂

Wieso hat mich Sternenschatten überrascht?

Über die Handlung will ich jetzt nicht zuviel schreiben, da ich Spoiler vermeiden will. Die Story ist aber prinzipiell durchaus spannend, aber leider ist Sternenschatten einfach langweilig. Die philosophischen Passagen werden immer mehr und man hat das Gefühl, dass die Handlung einfach nicht voran kommt. Stattdessen verliert sich Sergej Lukianenko immer wieder in denselben Fragen, welche Lebensweise nun besser ist, die der Geometer oder die des Schattens. Die Figuren in Sternenschatten wirken immer weniger wie reale Lebewesen, sondern vielmehr wie Philosophen, die lediglich dazu dienen, verschiedene Standpunkte zu vertreten. Dadurch verliert das Buch meiner Meinung nach enorm an Spannung und es passt auch nicht zum Stil des ersten Teils. Stand in Sternenspiel doch noch die Handlung im Vordergrund, so wird in Sternenschatten eigentlich nur noch über Richtig oder Falsch diskutiert. Da sich diese Diskussion aber immer wiederholt, wird es schnell langweilig.

Ab der Mitte des Buches musste ich mich schon durchkämpfen und für die letzten 100 Seiten habe ich gefühlte Ewigkeiten gebraucht, da es mich nur noch gelangweilt hat. Auch das Ende war leider absolut vorhersehbar und banal, es kam kein würdiger oder spannender Abschluss. Sternenschatten ging genau so zu Ende, wie das ganze Buch war. Langweilig und ohne Spannung.

Mein Fazit zu Sternenschatten

Mit diesem Buch hat Lukianenko völlig daneben gegriffen. Ich leider auch, da ich es gekauft habe. Das Buch selbst ist fad und die Figuren sind banal und ohne jedes Leben. Sie haben nur einen Zweck: einen Standpunkt in der Diskussion zu vertreten. Wenn man Sternenspiel gelesen hat, kann man Sternenschatten natürlich auch lesen, auch wenn ich es niemandem empfehlen kann. Leider ist das Buch kein gelungener Abschluss der Reihe und ich bin froh darüber, dass es nur 2 Bände gibt. Noch ein drittes Buch in diesem Stil hätte ich wahrscheinlich nicht zu Ende lösen können. Wenn ich philosophische Dinge lesen will, lese ich ein dementsprechendes Buch und keinen Roman von Sergej Lukianenko.

3 von 10 Sternen

Falls ihr das Buch trotzdem unbedingt lesen wollt, könnt ihr es *hier kaufen. Aber beschwert euch bitte nicht danach, ich habe euch gewarnt 🙂

Oder habt ihr es bereits gelesen und es hat euch gut gefallen? Falls ja, wäre ich sehr neugierig, warum euch das Buch gefallen hat. Ich freue mich auf eine rege Diskussion in den Kommentaren 🙂

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About Shanti

mag lange, sehr verschachtelte Texte, die intelligent klingen sollen. Gelingt ihm allerdings nicht immer. Also, dass die Sätze intelligent klingen. Wenn er nicht gerade dabei ist, verwirrende Satzkonstruktionen zu bauen, vertreibt er sich seine Zeit mit diversen Dingen wie Zocken, Lesen (es gibt tatsächlich noch Leute die Bücher lesen, man mag es kaum glauben), Serien schauen oder auch technischen Dingen, wie diesen Blog zu betreuen. Großteils verantwortlich für die Kategorie Random Stuff, da sein Hirn voll mit schwachsinnigen Ideen ist, die nach außen drängen.

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