Tower of God

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Tower of God ist ein Manhwa, das sind koreanische Mangas. Es gibt aber 2 Unterschiede, zum einen nämlich die Leserichtung. Während man Mangas von rechts nach links liest, liest man hier von links nach rechts, so wie es bei uns auch üblich ist. Der größere Unterschied ist aber das Erscheinungsbild. Manhwas sind nämlich völlig in Farbe. Das ist einer der Gründe, warum ich persönlich Manhwas bevorzuge, ich bin nicht so der große Fan von schwarz/weiß Zeichnungen. Aber genug über Manhwas, es soll hier ja eigentlich um Tower of God gehen. Und lasst euch gesagt sein, Tower of God ist DER Manhwa schlechthin. Derzeit gibt es fast 500 Folgen, ihr hättet also einiges zu lesen. Es gibt auch eine Animne-Adaption mit 13 Folgen, die in etwa die ersten 80 Kapitel behandelt. Selten ist es der Fall, dass eine Adaption dem Original gerecht wird, aber hier ist das zum Glück der Fall. Der Anime ist liebevoll gemacht, hat einen völlig eigenen Artstyle und ist definitiv eine Empfehlung wert. Selbst mich, der die Story schon kannte, hat der Anime in seinen Bann gezogen. Ich kann ihn also definitiv empfehlen. Natürlich werden manche Details weggelassen, die im Manhwa vorkommen, aber nichtsdestotrotz sollte man ihn sich ansehen. Auch wenn ich vorher den Manhwa lesen würde.

Der Schöpfer von Tower of God ist SIU, das ist natürlich nur sein Künstlername und steht für Slave In Utero. Sein richtiger Name ist Lee Jong Hui. In meinen Augen ist er ein absolutes Genie, denn Tower of God ist mein absoluter Lieblingsmanhwa. Wobei ich sogar sagen würde, dass Tower of God eine meiner Lieblingsgeschichten ist. Egal, ob es sich um Film, Serie, Buch oder eben Manhwa handelt.

Worum gehts in Tower of God?

Der Held der Geschichte heißt Bam. Dieser lebt in einer völlig dunklen Höhle, ganz ohne Licht, alleine. Nur ein junges Mädchen namens Rachel besucht ihn. Für ihn ist sie das Licht, die Hoffnung, die Sonne. Er verehrt sie zutiefst und sie ist das Einzige, was er braucht, um glücklich zu sein. Doch in der Welt von Tower of God gibt es einen Turm. Man munkelt, wenn man ihn bis zum Ende erklimmt, werden alle Wünsche wahr. Rachel will unbedingt die Sterne sehen, daher beschließt sie eines Tages, den Turm zu betreten, auch wenn sie Bam dafür verlassen muss. Doch dieser will ohne sie nicht leben und folgt ihr.

Im Turm gibt es verschiedene Ebenen und auf jeder Ebene muss man eine Prüfung absolvieren. Nur wenn man diese erfolgreich besteht, darf man zur nächsten Ebene hinauf. Der Turm ist eine völlig eigene Welt, hier gelten eigene Regeln und auf manchen Ebenen gibt es sogar ganze Städte oder Länder. Hier leben nicht nur Menschen, sondern auch andere intelligente Lebensformen. Sie verbringen ihr ganzes Leben im Turm, bis sie eines Tages sterben. Normalerweise darf nur jemand den Turm betreten, der vom Turm auserwählt wurde. Jeder, der den Turm regulär betritt, muss sich auch an die Regeln halten. Doch Bam wurde nicht auserwählt, er hat sich selbst Zutritt verschafft. Daher ist er auch nicht an die Regeln des Turms gebunden.

Im Laufe seines Abenteuers lernt er den jungen Khun und den mächtigen Krieger Rak kennen. Gemeinsam mit ihnen erklimmt er den Turm und sucht Rachel. Denn sie ist sein Licht, sein Leben, seine Hoffnung.

Tower of God
Bam (in der Mitte) und einige der anderen Charaktere. Hier alle aufzuzählen würde allerdings den Rahmen sprengen, denn sie alle würden eigentlich eine eigene Geschichte verdienen 🙂

Die Charaktere

Das Besondere an Tower of God sind die verschiedenen Charaktere. Und davon gibt es eine ganze Menge. Im Laufe der Geschichte lernt Bam viele verschiedene Personen kennen und sie alle haben eine Geschichte. In Tower of God gibt es keine Statisten, die nur erschaffen wurden, um eine Funktion zu erfüllen. Jeder Charakter hier ist lebendig, hat eine Motivation, warum er den Turm erklimmen will und man könnte über jeden einzelnen Charakter ein Spinoff erstellen. Die Reise zur Spitze des Turms ist allerdings gefährlich, daher sterben auch immer wieder geliebte Figuren. Aber egal, ob eine Figur lange Teil der Reise war oder sie Bam nur ein kurzes Stück des Weges begleitet hat, sie alle sind ein wichtiger Teil der Geschichte.

Die Charaktere entwickeln sich aber auch weiter. Ist Bam am Anfang noch ein schüchterner Junge wird er im Laufe der Reise zu einem selbstbewussten Mann. Aber auch seine anderen Begleiter entwickeln sich. Ich hatte beim Lesen von Tower of God wirklich das Gefühl, dass Bam und seine Gefährten lebendig waren und ich mitten im Abenteuer war.

Nicht nur seine Freunde, sondern auch seine Widersacher haben eine eigene Geschichte. Hier gibt es kein schwarz und kein weiß, sondern nur verschiedene Grautöne. Niemand ist hier böse, einfach weil er so geschrieben wurde. Selbst der brutalste Feind hat eine Geschichte und manchmal hatte ich sogar Mitleid mit ihnen. Natürlich rechtfertigt nichts die bösen Taten mancher Leute, aber zumindest ein kleiner Teil von mir hatte Verständnis für sie.

Die Welt von Tower of God

Die Welt von Tower of God ist seltsam. Hier herrschen eigene Regeln, die nicht sofort Sinn ergeben. Am Anfang wirkt die Welt noch sehr verstörend, doch im Laufe der Zeit lernt man immer mehr die Welt des Turms kennen. Man erfährt Hintergründe über den Turm, über die Familien, die dort herrschen, aber auch über die Schattenseiten des Turms. Es kämpfen verschiedene Fraktionen um die Macht im Turm und jede verfolgt hier seine eigenen Ziele. Manche der Fraktionen sind Bam freundlich gesinnt, andere nicht. Doch unbeirrt davon setzt Bam seine Reise fort, immer höher hinauf. Bis zur Spitze des Turms.

Mein Fazit

Ich liebe Tower of God. Für mich ist es eines der großartigsten Werke die jemals erschaffen wurden. Tower of God ist nahezu perfekt und ich kenne keine andere Geschichte, egal, ob Film, Serie oder Buch, die mich derart gefesselt hat. SIU hat hier ein wahres Meisterwerk erschaffen. Die Welt und die Charaktere sind unglaublich gut gelungen und haben einfach alle Persönlichkeit. In Tower of God gibt es keine klischeehaften Charaktere, die man schon zigmal so gesehen hat. Hier sind wahre Unikate erschaffen worden und ich fiebere bei jeder neuen Folge mit.

Leider ist Tower of God allerdings nur nahezu perfekt, denn ein kleines Manko gibt es. Es sind teilweise zuviele Charaktere. Auch wenn sie alle interessant sind, fällt es mir doch manchmal schwer, alle im Kopf zu behalten. Da auch jeder Charakter seine eigene Geschichte hat, driftet Tower of God manchmal etwas zu sehr in Kleinigkeiten oder Backstorys ab für Charaktere, die nach wenigen Folgen wieder verschwinden. Aber das ist wirklich Meckern auf höchstem Niveau. Mich würde es wahrscheinlich nicht einmal stören, wenn Tower of God nicht nur einmal in der Woche veröffentlicht werden würde. Aber so ist es manchmal lästig, wenn ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht, nur um dann festzustellen, dass in der neue Folge die Hintergrundgeschichte eines Charakters erzählt wird, der nur eine kleine Rolle spielt. Wie gesagt, Meckern auf höchstem Niveau 🙂

Wenn ihr Hunter X Hunter gelesen oder gesehen habt, wird euch Tower of God sicher ebenfalls gefallen. Es gibt einige Gemeinsamkeiten, auch wenn ich Tower of God besser finde. Aber auch Hunter X Hunter gehört zu meinen Lieblingsserien. Ich kann wirklich jedem nur empfehlen, gebt dem Manhwa eine Chance. Der Artstyle sowohl vom Manhwa als auch vom Anime mag am Anfang etwas irritierend sein, aber gebt ihm eine Chance. Ich verspreche euch, ihr werdet es nicht bereuen.

10 von 10 Punkten

About Shanti

mag lange, sehr verschachtelte Texte, die intelligent klingen sollen. Gelingt ihm allerdings nicht immer. Also, dass die Sätze intelligent klingen. Wenn er nicht gerade dabei ist, verwirrende Satzkonstruktionen zu bauen, vertreibt er sich seine Zeit mit diversen Dingen wie Zocken, Lesen (es gibt tatsächlich noch Leute die Bücher lesen, man mag es kaum glauben), Serien schauen oder auch technischen Dingen, wie diesen Blog zu betreuen. Großteils verantwortlich für die Kategorie Random Stuff, da sein Hirn voll mit schwachsinnigen Ideen ist, die nach außen drängen.

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