Kapitel 1 Teil 5 – Das Dunkel im Wald

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Langsam begannen sich die ersten Strahlen des Tageslichts einen Weg nach Altenbrück zu bahnen, als die sechs jungen Abenteurer in ihren Betten im großen Gästeschlafzimmer der Kornstubn erwachten. Sie alle hatten unruhig geschlafen. Jeder von ihnen hatte eine weite Reise hinter sich gebracht, um hierher zu kommen. Zusätzlich hatte Conlai ihnen am Vorabend so viele Informationen gegeben, dass ihnen die Köpfe schwirrten. Nachdem sich die jungen Leute gewaschen und angezogen hatten, stellte sich Inaya vor die Gruppe. Die Frau mit den leuchtend grünen Augen trug nach wie vor ihre Kapuze. Keiner von ihnen war sich so genau im Klaren darüber, ob sie diese wohl die ganze Nacht lang auf gehabt hatte oder nicht. Auch bei der Morgenpflege hatte niemand gesehen, ob sie die Kapuze abgelegt hatte. „Guten Morgen. Ich schlage vor, bevor wir nun wieder in die Schenke gehen, besprechen wir zunächst, wie wir bei unserer Aufgabe vorgehen möchten, um das Rätsel um die Diebstähle in diesem Dorf schnellstmöglich aufzudecken.“ Die anderen fünf nickten zustimmend. Sie hatten sich auf ihre Betten gesetzt und sahen Inaya aufmerksam und nachdenklich an. Sie merkte, dass sie alle in Gedanken versunken waren.

Außer ihren sechs Betten und den Waschschüsseln war der Raum leer, obwohl mindestens doppelt so viele Betten hinein gepasst hätten. Conlai hatte offensichtlich dafür gesorgt, dass sie ihre Ruhe hatten, worüber sie auch durchaus dankbar waren. Einen Plan über die Aufklärung eines Diebstahls vor fremden, neugierigen Ohren zu besprechen wäre wohl nicht zielführend gewesen.

So verweilten die zukünftigen Abenteurer noch eine kurze Zeit im Schlafsaal und machten sich gemeinsam Gedanken darüber, wie sie nun vorgehen würden.

Schlafsaal der Helden
Der Schlafsaal ist durchaus gemütlich.

„Ich würde vorschlagen, wir reden zuerst mit der Wirtin.“ äußerte Argon als ersten Vorschlag. Kerzengerade saß er auf seinem Bett und zwirbelte langsam, fast hypnotisch, mit der linken Hand durch seinen Ziegenbart. „Sie weiß sicher am besten was in diesem Dorf vor sich geht und wer sich merkwürdig verhält.“ Dem stimmten alle zu. Daher dass niemand sonst einen Vorschlag äußerte, machten sie sich sogleich auf den Weg in die Gaststube des Wirtshauses.

Die erste Befragung

Als sie die Treppen runterkamen, saß dort bereits Conlai an einem Tisch und frühstückte. Außer ihm hatte die Kornstubn noch drei weitere Gäste, welche gemeinsam an einem Tisch im hinteren Teil der geräumigen Stube Platz genommen hatten. Die Wirtin stand an der Ausschank und war gerade damit beschäftigt, einige Gläser zu putzen. Sie begrüßte die Gruppe mit einem freundlichen Lächeln und einem herzhaften „Guten Morgen“.

Frumold und Frida setzten sich zu Conlai, während der Rest der Gruppe zur Wirtin ging. Inaya öffnete bereits den Mund, um das Gespräch mit einer höflichen Floskel zu beginnen, da preschte Dorian auch schon direkt hervor. „Wisst Ihr, wer die Leute hier bestohlen hat?“ Die Zwergin schaute von dem Glas, welches sie gerade polierte, hoch und war im ersten Moment merklich irritiert. „Was? Nein“ antwortete sie mit großen Augen. „In Ordnung“ erwiderte Dorian nur, bevor er sich umdrehte, auf die Türe zusteuerte und die Schenke ohne ein weiteres Wort verließ. „Entschuldigt unseren Begleiter“ gelang es Inaya, dieses Mal zu Wort zu kommen. „Er ist äußerst….direkt.“ Die Zwergin wirkte nach wie vor recht irritiert.

„Wir sind hier weil Conlai uns darum gebeten hat, ein paar Dingen in dieser Gegend auf den Grund zu gehen. Vorrangig sollen wir uns um die Aufklärung der Diebstähle kümmern, die sich in letzter Zeit in dieser Ortschaft zugetragen haben. Conlai meinte, den Bewohnern wurde Gold, wie auch vereinzelt Wertgegenstände gestohlen. Wärt Ihr so freundlich uns mitzuteilen, was ihr darüber denkt, beziehungsweise was Ihr vermutet? Jeder Hinweis wäre hilfreich. Außerdem dachten wir uns, wenn jemand dieses Dorf und dessen Bewohner kennt, dann seid das ihr“ Gudeles Gesichtsausdruck wirkte zunächst leicht angespannt, wich dann jedoch schnell einer freundlicheren Miene. „Ach natürlich. Conlai hat mir erzählt dass er Fremde zu uns holt, die unsere Angelegenheiten klären sollen.“ meinte die Wirtin und schaute mit einer Mischung aus Skepsis und Argwohn zu Conlai, welcher so tat als würde er es nichts davon merken und in aller Seelenruhe sein Fleisch weiter schnitt.

Gudele wirkte anders als am Vorabend. Bei der Ankunft der Abenteurer machte sie einen freundlichen und ausgelassenen Eindruck. Nun stand vor ihnen nur eine mürrische, kleine Frau. Vielleicht hatte sie zu wenig geschlafen oder sich nach der letzten Runde selbst noch ein paar Gläschen gegönnt. „Nun, lasst mich nachdenken. Um die Wahrheit zu sagen, mir sind bei den Bewohnern des Dorfes keine sonderlichen Veränderungen aufgefallen. Ich könnte mir auch nicht vorstellen, wer in Ingerimms Namen jemanden aus unserer Gemeinschaft bestehlen würde. Wir leben hier alle fast wie eine Familie zusammen. Nun ja, außer…“ Die Wirtin wurde kurz still. „Außer was?“ versuchte Lucan nachzuhelfen. Er wirkte aufmerksam, jedoch auch angespannt. „Außer der Elf“ fuhr Gudele fort. „Er hat sich nie an der Gemeinschaft beteiligt. Er zog es immer schon vor allein in seiner Hütte im Wald zu bleiben. Normalerweise kommt er ein bis zwei Mal die Woche in die Nähe des Dorfes um sich Vorräte zu holen, doch seit die Diebstähle begonnen haben, habe ich ihn kaum mehr gesehen.“ Die Zwergin schien ausführlich darüber nachzudenken. Langsam schien sich der verhärmte Ausdruck auf ihrem Gesicht zu ändern. Langsam aber sicher wirkte sie… freundlich. Vermutlich war ihr gerade wieder eingefallen dass es ihre Gäste waren, mit denen sie gerade sprach.

Inayas Augen leuchteten aufmerksam. „Das bedeutet, Ihr seid der Meinung, wenn jemand aus der Gegend die Diebstähle zu verschulden hat oder etwas darüber wissen könnte, dann ist es dieser Elf?“ Gudele stimmte zu. Als Inaya die Wirtin einige Sekunden lang leicht skeptisch ansah, ohne etwas weiteres zu sagen, ergriff Argon das Wort : „Nun gut, wir danken Euch für diesen Hinweis. Wir werden mit diesem Elf sprechen. Beschreibt uns doch bitte noch, wo wir seine Hütte finden können.“ Die Zwergin nickte den Dreien lächelnd zu, erklärte ihnen den Weg zu der Hütte im Wald und setzte sogleich ihre Arbeit fort.

Inaya, Argon und Lucan setzen sich zu Conlai und den übrigen an den Tisch. Inaya, die nun offensichtlich ihre Sprache wieder gefunden hatte, erklärte ihnen in knappen Worten was sie gerade erfahren hatten, als Dorian so schnell wie er verschwunden war auch schon wieder in die Schenke trat. Er setzte sich zu ihnen und begann unaufgefordert zu sprechen: „Ich habe ein paar Dorfbewohner befragt. Sie sagen, niemand aus ihrem Ort ist ein Dieb. Aber der Elf im Wald, der ist schuld. „Vermutlich weil hier hauptsächlich dumme Bauern leben.“ murmelte Inaya vor sich hin. Conlais Augen wurden bei dieser Bemerkung groß vor Verwunderung. Falls er sich dadurch beleidigt fühlte, ließ er es sich nicht anmerken. In seinen Augen schien eine Erkenntnis aufzuleuchten, die er jedoch mit niemandem der Anwesenden teilte.

„Nun dann würde ich vorschlagen, ihr befragt als erstes diesen Elf. Er scheint bis jetzt unser einziger Anhaltspunkt zu sein.“ stellte Conlai fest. Somit standen die Abenteurer auf, verließen die Schenke und steuerten auf den an Altenbrück angrenzenden Wald zu.

Auf in den Wald

Die Gruppe ging nicht lange, bis sie an eine Weggabelung kamen. Es war noch recht früh am Morgen. Die Gegend war in ein warmes, noch ganz frisches Licht getaucht. Die Vögel begannen langsam ihre Melodien zu zwitschern. Es war noch kein anderer Mensch hier draußen unterwegs. „Gudele meinte, hier sollen wir uns links halten.“, erinnerte sich Argon. Lucan wirkte skeptisch. „Wenn dieser Elf wirklich für die Diebstähle verantwortlich ist, wird er wohl kaum in seiner Hütte inmitten aller entwendeter Gegenstände sitzen und darauf warten, von uns gefunden zu werden.“ gab er zu bedenken. „Wohlmöglich ist er gerade dabei seine Beute wo anders im Wald zu verstecken, damit sie nicht so leicht gefunden werden kann“ Die anderen sahen ihn überrascht an. „Dann würde ich sagen, wir teilen uns auf.“, schlug Inaya vor. „Drei von uns gehen nach links, und drei nach rechts. Spätestens zur Traviastunde treffen wir uns wieder hier.“ Als alle diesem Plan zustimmten, taten sie genau das. Inaya, Argon und Dorian schlugen den linken Weg ein, Lucan, Frida und Frumold gingen nach rechts.

Die Weggabelung
Links oder Rechts – die Gruppe ist sich uneins.

Als sie langsam und aufmerksam den unebenen Waldboden entlang stapften, arbeitete es fieberhaft in Lucan‘s Kopf. Eigentlich hatte er sich diese komplett absurde Ausrede von wegen „der Elf würde die Beute fernab seiner Hütte im Wald verstecken“ nur ausgedacht, um sich von der Gruppe trennen zu können. Insgeheim verfolgte er immer noch den Plan den Auftrag alleine auszuführen und dafür die gesamte Belohnung einheimsen zu können. Der junge Söldner war davon ausgegangen, die anderen würden seine Theorie für komplett abwegig halten und ihn daher alleine ziehen lassen. Doch offenbar hatte er sich da getäuscht. Seine beiden Begleiter wichen ihm nicht von der Seite. Frida sah sich gefühlt bei jedem ihrer Schritte sehr wachsam um und Frumold, groß und breit wie er war, wirkte allzeit dazu bereit, jedem, der sich ihnen in den Weg stellen würde, aus dem Weg zu räumen. Lucan sah seine Chancen darauf, die gesamte Belohnung für sich alleine zu haben, nach und nach in die Ferne rücken. Er überlegte gerade noch, ob er seine beiden unerwünschten Partner irgendwie auf eine falsche Fährte locken könnte, als er in einigen Metern Entfernung eine Hütte ausmachen konnte. Anscheinend hatte sich die Wirtin bei ihrer Wegbeschreibung ja doch geirrt. Dort vorne musste der Elf leben. Auch die anderen würden die Hütte jede Sekunde sehen, es machte also keinen Sinn mehr sie abzulenken. „Los kommt, dort in der Hütte wird er sein“ wies er die anderen beiden an und alle drei beschleunigten ihren Schritt. Die Behausung wurde deutlicher erkennbar, je weiter sie sich ihr näherten. Das Haus wirkte schlicht, jedoch stabil. Es war in Braun und Grautönen gehalten. Soweit man erkennen konnte war auch ein Garten dabei. Über der Tür hingen getrocknete Kräuter.

Die Jägerin

Nachdem er seinen bis jetzt nicht abgeschüttelten Begleitern, welche direkt hinter ihm Position eingenommen hatten, einen kurzen Blick zugeworfen hatte, klopfte er an der Eingangstür. Sogleich konnte er im inneren des Hauses Schritte vernehmen. Innerlich bereitete sich der Söldner schon auf einen Verhör vor. Die Tür schwang auf und vor ihm stand…. kein Elf, sondern eine hübsche, junge Frau. Lucan schätzte sie auf maximal 25 Jahre. Einige Strähnen ihrer leicht gewellten, rotbraunen Haare hatten sich aus ihrem lockeren Zopf befreit und hingen nun wild um ihr Gesicht. In ihren grünen Augen konnte man sofort das Misstrauen und die Vorsicht erkennen. „Wer seid ihr denn?“ fragte sie, sogleich sie die Fremden erblickte.

Lucan, Frida und Frumold stellten sich höflich bei ihr vor. Lucan erklärte ihr die Situation. Er sagte der hübschen Unbekannten, dass sie von Conlai geschickt wurden und im Namen des Dorfes nach einem oder mehreren Dieben Ausschau hielten „In Altenbrück treibt ein Dieb sein Unwesen? Davon wusste ich nichts“, antwortete sie darauf. Die junge Dame runzelte die Stirn und schien kurz darüber nachzudenken. Sie wirkte sichtlich überrascht. „Kommt doch herein in mein bescheidenes Zuhause. Dort können wir ausführlicher darüber sprechen. Vielleicht kann ich euch ja irgendwie weiterhelfen“ lud sie die Abenteurer zu sich ein.

Die Hütte der Jägerin im Wald
Die Hütte im Wald sieht von außen gemütlich aus.

In ihrer Hütte loderte ein kleines Feuer. Darüber hing ein kleiner Kessel, in welchem vermutlich ein Eintopf vor sich hin blubberte. Rund um das Feuer waren ein paar Stühle. Sie wirkten eher provisorisch und gebrechlich und nicht danach, als würden sie Lucans, geschweige denn Frumolds Gewicht aushalten. Doch die Bewohnerin des Hauses bat dem Trio an, darauf Platz zu nehmen. „Mein Name ist Boronya“ stellte sie sich vor, sobald alle Platz genommen hatten. „Ich bin die hiesige Jägerin und versorge das Dorf regelmäßig mit frischem Fleisch.“

Nachdem sie das gesagt hatte, ließ Frida ihren Blick genauer über den überschaubaren Wohnbereich schweifen. Überall waren Kräuter zum Trocknen aufgehängt und in einer Ecke lagen Tierhäute. Auf einem kleinen Tisch schräg gegenüber der Gruppe sah sie auch einen toten, aufgespießten Hasen liegen. Boronya war wohl vor kurzem auf der Jagd gewesen. Durch ein Fenster konnte sie sehen, dass draußen, hinter dem Haus, einige sehr große Fleischstücke, vermutlich ganze Tierkörper, nur ohne Kopf und ohne Haut, zum Ausbluten aufgehängt waren. Da dieser Anblick Frida ein ungutes Gefühl im Magen bereitete, sah sie sich lieber wieder in der Hütte um. Ihr fiel auf, dass es hier außer den Kräutern und toten Tieren nicht viel zu sehen gab. Diese Behausung hatte nicht viel persönliches an sich.

„Wir werden dafür bezahlt um herauszufinden, wer hinter diesen Diebstählen steckt. Deswegen bitte ich Euch, mir alles darüber zu erzählen, was Ihr wisst“,erklärte Lucan sachlich. „Ist Euch in letzter Zeit vielleicht etwas oder gar jemand seltsam vorgekommen?“ Boronya sah ihn mit leicht zusammengekniffenen Augen an. „Ich sagte bereits dass ich nichts über diese angeblichen Diebstähle weiß. Jedoch könnte das einiges erklären.“ „Was könnte es erklären?“, ging Lucan sofort darauf ein. Die Jägerin starrte einige Sekunden lang ausdruckslos in das kleine Feuer. Ihre Augen waren auf die Flammen fixiert. Mit ihren Gedanken schien sie meilenweit weg zu sein. Lucan nutzte diese Abwesenheit ihrer Aufmerksamkeit, um Frumold mit den Augen ein Zeichen zu geben, unauffällig die Hütte zu untersuchen. Frumold stand langsam auf und tat so, als würde er in Ruhe alles betrachten. Als Boronya schließlich wieder zu sprechen begann, klang ihre Stimme tiefer als zuvor. „Der Elf, den ihr erwähnt habt. Sein Name ist Ardarell und er er lebt nicht weit weg von hier. Ich habe nie wirklich viel mit ihm gesprochen. Hin und wieder sind wir uns über den Weg gelaufen. Schließlich gibt es nur uns beide in diesem Teil des Waldes. Er wirkte immer sehr ruhig und freundlich. Doch in letzter Zeit schien er verändert. Er sah unruhig aus, fast hektisch. Ständig hatte er nach links und rechts gesehen. Es war fast so, als hätte er Angst davor, beobachtet zu werden. Also ist es wohl eine gute Idee nach ihm zu suchen und mit ihm über diese Diebstähle zu sprechen.“

Während dem Gespräch zwischen Lucan und der Jägerin schweifte Fridas Blick immer wieder zu den vielen getrockneten Kräutern in der Hütte ab. Als sie diese genauer betrachtete, fiel ihr auf dass ihr zwei Arten davon bekannt vorkamen. Ihre Blüten erinnerten sie stark an Abbildungen aus einem von Walpurgias Büchern. Frida wartete, bis Boronya aufgehört hatte zu sprechen, bevor sie fragte: „Entschuldigt aber was sind das denn für Pflanzenarten?“ Frida zeigte auf die beiden Blüten, die ihr so bekannt vorkamen. Die Jägerin dachte einen Moment lang nach, bevor sie antwortete: „Das sind bloß Atan-Kiefer und Einbeeren. Sie haben beide eine heilende Wirkung. Da ich im Wald lebe, habe ich eines Tages auch damit begonnen, mich mit Pflanzen zu beschäftigen. Jetzt helfe ich mit diversen Heilpflanzen der Heilerin des Dorfes mit der Versorgung einiger Wunden.“ erklärte die vielseitige Jägerin stolz. Obwohl ihre Worte aufrichtig klangen, glaubte Frida ihr nicht. In Walpurgias Buch war nicht die Rede von Heilpflanzen gewesen. Ganz bestimmt nicht.

Plötzlich hatte es Boronya auch ziemlich eilig damit, die drei wieder aus ihrer Hütte zu komplimentieren. „Nun denn, ich habe euch alles erzählt, was mir eingefallen ist. Jetzt geht bitte wieder, ich muss mich um meinen Eintopf kümmern und danach wieder auf die Jagd gehen.“ waren ihre letzten Worte an ihre mittlerweile unerwünschten Gäste, bevor sie die Besucher auch schon förmlich aus der Tür geschoben hatte und diese hinter ihnen zuschloss.

„Dann habt Dank für Eure Hilfe“, verabschiedete sich Lucan, obwohl sie es schon nicht mehr hören konnte, da sie die Tür vor ihnen ins Schloss geschlagen hatte. Sie sahen sich gegenseitig an.„Ich habe nichts Auffälliges in der Hütte sehen können“, meinte Frumold an seine beiden Begleiter gewandt. „Das einzig wirklich Seltsame an dem ganzen war dieser überstürzte Rauswurf“ „Das hatte vermutlich etwas mit meiner Frage nach ihren Pflanzen zu tun.“ schlussfolgerte Frida. „Irgendetwas geht bei dieser Jägerin nicht mit rechten Dingen zu. Und ich werde herausfinden was das ist.“ ergänzte Lucan, während er sich rückwärts ein paar Schritte von dem Haus entfernte und seinen forschenden Blick über das Grundstück schweifen ließ.

About Kessy

ist Pflegekraft, Musikerin, Zockerin, aber vor allem ist sie eine Träumerin, die in ihrer eigenen kleinen Welt lebt. Auf Mittelalterfesten mutiert sie gerne mal zu einer Elfe. Ihre Lieblingstiere sind Drachen und Einhörner. Wenn sie liest, dann sind das meist Fantasy-Romane. Um andere Leute an ihrer Fantasie-Traum-Welt teilhaben zu lassen, schreibt sie Geschichten und Abenteuer im Reich des schwarzen Auges.

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