Kapitel 1 Teil 6 – Blick hinter die Vorurteile

Wachsam marschierten Inaya, Dorian und Argon den Waldweg entlang. Sie waren nun schon seit einiger Zeit unterwegs, doch bis jetzt konnten sie noch keine Spuren des Elfen, der angeblich in diesem Wald lebte, entdecken. Still gingen die drei nebeneinander her, jeder war auf die Umgebung konzentriert und gleichzeitig in seinen eigenen Gedanken versunken.

In Inayas Kopf arbeitete es. Sie dachte über die Anschuldigungen und die offensichtliche Engstirnigkeit der Dorfbewohner nach. Natürlich verdächtigten sie den Elfen, die Diebstähle begangen zu haben. Wen denn auch sonst? Die Tatsache, dass er anders war als die restlichen Leute hier machte ihn automatisch zum Hauptverdächtigen. „Diese Ignoranz“ murmelte die Graumagierin leise vor sich hin und schüttelte kaum merklich den Kopf. Als sie so über die Bewohner des Dorfes und deren Vorurteile sinnierte, realisierte sie zunächst kaum, dass sie von Dorian, der rechts von ihr ging, angesprochen wurde. Sie bemerkte es hauptsächlich dadurch, dass er sie mit seinen ungewöhnlichen Augen fixierte. Aus ihren Gedanken gerissen, musste die junge Frau ein paar mal kurz blinzeln um ihren Weg ins Hier und Jetzt zurück zu finden. „Wie bitte?“ fragte sie und erwiderte Dorians Blick, auch wenn es ihr schwer fiel. „Habt Ihr Narben auf dem Kopf?“ fragte er neugierig. Sein Tonfall war dabei so ruhig und er blickte sie mit einem Ausdruck der Selbstverständlichkeit an, als hätte er sie gefragt ob sie einen Schluck Wasser trinken möchte. Inaya musste erneut blinzeln, bevor sie realisierte, dass ihr diese absurde Frage gerade tatsächlich gestellt wurde. „Was? Nein, ich habe keine Narben auf meinem Kopf. Wieso fragt Ihr mich so etwas?“ Dorian blickte sie weiterhin mit seinen gewöhnungsbedürftigen Augen an, als er schlicht und ergreifend antwortete: „Weil Ihr ständig Eure Kapuze tragt“ Darauf wusste Inaya kurzzeitig keine Antwort. „Seit wir uns das erste Mal getroffen haben, auf der Lichtung, als Ihr beinahe in Fridas und mein Lagerfeuer gestolpert seid, habt Ihr Eure Kapuze nicht abgenommen. Das, was Ihr darunter verbergt, muss furchterregend aussehen. Wieso solltet Ihr es sonst die ganze Zeit versteckt halten?“

Der Wald im Kosch

Erst jetzt realisierte Inaya, dass bis jetzt noch niemandem aus der Gruppe bewusst war, dass sie eine Elfin war. Das war vermutlich auch besser so, wenn man bedachte dass ihre neuen Begleiter mit keinem Wort ihren Unmut über die vorherrschenden Vorurteile geäußert hatten. „Es sind keine Narben.“ wiederholte Inaya lediglich und beschleunigte anschließend ihre Schritte. Damit ließ sie den verwirrt wirkenden Dorian einige Meter hinter sich zurück. Während Argon stumm neben ihnen her ging, spielte er immer wieder mit einer kleinen Flamme, welche er in seiner Hand beschwor, sie kurz begutachtete und danach wieder löschte, nur um sie kurze Zeit darauf wieder zu aufflackern zu lassen. Inaya musterte ihn immer wieder unauffällig von der Seite. Sie war sich noch nicht darüber im Klaren, wie sie ihn einschätzen sollte.

Irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit konnte die Gruppe in der Ferne etwas erkennen, wobei es sich wohl um ein Haus handeln musste. Ohne lange darüber nachzudenken, rannte Inaya los in Richtung der möglichen Behausung. Dorian und Argon blickten sich gegenseitig für einen kurzen Moment überrascht an, bevor sie ebenfalls ihre Schritte beschleunigten um mit ihrer Begleiterin aufzuschließen.

Je näher Inaya der Hütte kam, desto sicherer war sie sich, dass hier tatsächlich ein Elf lebte. Sie erkannte ein schlichtes Haus mit einem kleinen Garten, in welchem ein Lagerfeuer knisterte. Als sie sich ihrem Ziel einige weitere Meter genähert hatten, klangen auch Flötentöne an ihre Ohren. Als sie bei der Hütte angekommen waren, folgten sie sofort der Melodie der Flöte, welche sie in den Garten führte.

Dort saß er am Lagerfeuer und spielte auf seinem Instrument. Das Bild vor ihnen wirkte idyllisch. Der Elf hatte schulterlanges, weiß-blondes Haar, in welches einige Zöpfe eingeflochten waren. Seine Haut wirkte sehr hell, fast schon blass und seine Bekleidung war schlicht und in Brauntönen gehalten. Er wirkte, soweit man das im Sitzen beurteilen konnte, recht groß gewachsen. Langsam und gleichmäßig bewegten sich seine Finger über die Flöte, die Augen hielt er dabei geschlossen. Es war beinahe so, als hätte er das Eindringen der Fremden, die nun direkt vor ihm standen, nicht bemerkt. Doch Inaya spürte, dass er ihre Anwesenheit registriert hatte. Dennoch ließ er sich nicht beim Spielen seines Stückes beirren.

Azariel’s Hütte

Die Melodie klang langsam und beruhigend, fast schon hypnotisch. Die Töne vermittelten ein Gefühl der Schwerelosigkeit. Für eine kurze Zeit vergaßen die drei Abenteurer, warum sie eigentlich her gekommen waren. Alles was ihre Wahrnehmung in diesem Moment zuließ, waren die Klänge der Flöte. Doch irgendwann beendete der Elf sein Lied. Kurz hielt er in seiner Position inne, dann stand er auf und blickte diejenigen an, die ohne zu fragen mitten in seinen Garten spaziert waren. Inaya war im ersten Moment unfähig zu sprechen, vermutlich, weil sie selbst noch nicht ganz realisierte, dass sie den Elfen tatsächlich gefunden hatten. Dorian und Argon waren sichtlich noch in der Trance seiner Klänge gefangen.

Inayas Geheimnis

„Seid mir gegrüßt, Fremde. Was kann ich für Euch tun?“ begann er zu sprechen. Seine Stimme klang ruhig und entspannt. Keineswegs so als würde ihn das Auftauchen der Gruppe in irgendeiner Form beunruhigen. Inaya fand als erste ihre Sprache wieder und begann ihm die Situation zu erklären: „Unsere Namen sind Inaya, Argon und Dorian. Wir wurden geschickt um Euch einige Fragen bezüglich der Diebstähle im Dorf zu stellen. Die Bewohner Altenbrücks denken, Ihr könntet wohl ….“ Sie hielt kurz inne um darüber nachzudenken wie sie es am besten ausdrücken sollte. „Dabei behilflich sein, einige Ungereimtheiten diesbezüglich aufzuklären.“ Der Elf lachte ein kurzes, freudloses Lachen bevor er leise antwortete: „Dabei behilflich sein Unklarheiten aufzudecken… Die Menschen aus diesem Dorf verdächtigen mich. Denkt ihr, mir ist ihre Einstellung mir gegenüber nicht bewusst? Gegenüber den Elfen im Allgemeinen? Die meisten Menschen, die hier leben verstehen nur das, was sie über ihre Bierkrüge hinweg noch erblicken können. Alles andere ist ihnen suspekt und muss einfach schlecht sein. Und nun schicken sie auch noch ein paar Fremde zu meinem Haus um mich auszufragen, nur weil sie sich nicht selbst in meine Nähe trauen.“ Er schüttelte leicht den Kopf, bevor er fortfuhr: „Mein Name ist Azariel und ihr könnt den Dorfbewohnern ausrichten, dass ich nichts mit ihren dummen Diebstählen zu tun habe. Eben sowenig benötige ich ihr nutzloses Gold. Sie sollen sich einen neuen Schuldigen suchen.“ Nachdem er das gesagt hatte, wurde sein Blick entschlossen und verhärmt. „Wenn das alles war, würde ich euch darum bitten, mein Grundstück nun zu verlassen.“ Ohne eine weitere Antwort abzuwarten, wollte er ihnen bereits den Rücken zukehren und sich von ihnen entfernen.

Dorian und Argon, welche offenbar wieder in die Realität zurück gefunden hatten, öffneten beide ihren Mund um etwas zu sagen, doch sie kamen nicht dazu, denn Inaya war schneller. „Wartet!“, rief sie lauter als es notwendig gewesen wäre, damit er sie verstand. Azariel drehte sich halb um und begutachtete sie sketpisch. „Habt Ihr etwa noch weitere Anschuldigungen für mich?“ fragte er und seine blau-grauen Augen verengten sich zu missbilligenden Schlitzen. Im selben Moment legte Inaya ihre Kapuze ab, wodurch ihre Elfenohren zum Vorschein traten. Sie beachtete das überraschte Aufatmen von Dorian und Argon hinter ihr kaum, denn ihre Konzentration war voll und ganz auf Azariels Reaktion fokussiert. Sein Blick veränderte sich rasant. Inaya glaubte Erkenntnis darin zu sehen. Einige Sekunden lang sah er sie einfach nur an, bevor er sprach: „Lasst uns ein Stückchen gehen.“ Er brach den Augenkontakt nicht ab als er rückwärts in den hinteren Teil seines Gartens ging. Inaya machte einen kurzen Blick über die Schultern durch den sie ihre beiden Begleiter wortlos dazu aufforderte, hier zu bleiben und auf sie zu warten. Sie folgte Azariel hinter die Hütte. Aus den Bäumen hörten sie immer wieder die Rufe einer Eule.

Die Eule hat alles gut im Blick

Die beiden Elfen waren durch den Hinterausgang im Garten wieder in den Wald gegangen und schlenderten einen schmalen Weg entlang. „Ihr seid wohl bestens mit den Vorurteilen in solchen Dörfern vertraut?“ fragte Inaya nach einer kurzen Stille. „Das bin ich sehr wohl. Doch nehme ich an, dass auch Euch menschliche Ignoranz nicht fremd ist?“ erwiederte Azariel. Inaya dachte kurz darüber nach, ehe sie sprach: „Ich stamme aus einer Stadt in der es viele Elfen gibt. Sie leben dort als normale Bürger unter den Menschen. Eigentlich leben sie sogar größtenteils wie die Menschen.“ Azariel verzog überrascht und skeptisch das Gesicht. „Also nein, ich habe noch nicht viele Erfahrungen mit den ländlichen Gemütern gemacht, aber dennoch sind sie mir nicht gänzlich fremd.“ Azariel nickte, wohl als Zeichen des Verständnisses. Die beiden gingen einige Minuten schweigend nebeneinander her bevor Azariel sagte „Die Menschen bestrafen uns mit Ignoranz weil wir anders aussehen und anders leben als sie es tun. Sie strafen uns auch dafür, dass wir unseren eigenen Willen haben und uns nicht ihren stumpfsinnigen Regeln und ihrem Herdentrieb hingeben wollen. Und sie bestrafen uns auch für ihre eigene Feigheit. Aber um über all das zu sprechen seid Ihr nicht hier. Ihr wollt wissen wer in Altenbrück seine Mitbürger bestiehlt.“ Inaya nickte kurz, bevor sie ihm antwortete. “Bitte Azariel, versteht mich nicht falsch. Ich würde liebend gerne stundenlang Euren Gedanken beiwohnen und mich mit Euch austauschen. Doch zuvor möchte ich wirklich für Conlai diese Diebstähle aufklären. Er scheint einer der wenigen ehrlichen Menschen hier zu sein.“

Die Augen des Elfen wurden groß als er Conlais Namen hörte. „Conlai sagt Ihr? Er ist wieder hier? Das wusste ich nicht.“ Seine Mundwinkeln waren leicht nach oben gewandert und Azariel schien sich ehrlich über diese Neuigkeiten zu freuen. „Ihr kennt euch also?“ fragte Inaya vorsichtig. „Ja. Ich habe Conlai früher oft gesehen. Wir haben nie viel miteinander gesprochen aber dennoch habe ich immer die Aufrichtigkeit in seinen Worten gespürt. Er ist wahrlich einer der wenigen guten Menschen.“ Inaya dachte kurz über ihre nächsten Worte nach, bevor sie diese aussprach. „Also wärt ihr bereit uns dabei zu unterstützen die Diebe ausfindig zu machen? Habt ihr vielleicht irgendwelche Informationen für uns, die nützlich sein könnten?“ „Ich habe ein paar Beobachtungen anstellen können. Vielleicht helfen sie euch ja weiter“, sprach Azariel. Die beiden verlangsamten etwas ihren Schritt und Inaya blickte Azariel aufmerksam aus ihren großen, leuchtend grünen Augen an, als er fortfuhr: „In letzter Zeit verhalten sich bestimmte Bürger des Dorfes anders als sonst. Die Wirtin Gudele hat damit angefangen, des Nachts, nachdem sie ihre Schenke zugesperrt hat, in den Wald zu gehen um die Jägerin Boronya zu besuchen. Jedes Mal wenn die Wirtin sich der Hütte nähert, beginnt sie damit, sich alle 5 Sekunden hektisch umzusehen. Ich gehe davon aus, dass sie sich davor fürchtet beobachtet zu werden. Boronya wiederrum sucht viel öfter das Dorf auf, als sie es früher getan hat. Wo genau sie dann hingeht weiß ich nicht, ich habe sie nie verfolgt. Der Schmied verlässt seine Werkstatt kaum mehr unter Tags. Man sieht ihn meist nur noch nachts und selbst da gibt er nicht viel von sich und wirkt als wäre er mit seinen Gedanken weit weg. Ich habe mich hin und wieder mit ihm unterhalten, wenn er ausgiebige Waldspaziergänge als Ausgleich für die stundenlange Arbeit in der heißen Werkstätte gemacht hatte. Jetzt, wenn er überhaupt mal unter Tags in den Wald geht, ist es, als würde er durch mich hindurch sehen. Das war es, was ich beobachten konnte. Vielleicht kann euch ja die eine oder andere Information nützlich sein.“ Gerade als er seinen Satz beendet hatte, erblickten die Elfen ein Ree, welches direkt vor ihnen am Weg stand und die beiden mit seinen großen, schwarzen Augen fest anstarrte. Azariel machte eine beruhigende Geste mit seiner rechten Hand, ging vorsichtig ein paar Schritte auf das Tier zu und streichelte es behutsam am Kopf, bevor es ohne weiteres wieder in den Wald schlenderte und im Schutz der Bäume verschwand.

Dieses Reh ist nicht sonderlich scheu

Inaya hatte aufmerksam zugehört und die Informationen in sich aufgenommen. Ihre Augen hatten sich zu grübelnden Schlitzen zusammen gezogen, auf ihrer Stirn bildeten sich leichte Falten. Sie dachte fieberhaft über das soeben gehörte nach. „Ich denke Ihr habt mir soeben mehr geholfen als ihr ahnt. Ich danke Euch vielmals, Azariel. Nun muss ich mich jedoch schleunigst wieder mit meinen Begleitern treffen und Conlai diese Informationen weitergeben. Ich komme wieder zu Euch, sobald es mir möglich ist.“ Inaya verbeugte sich kurz, drehte sich um und ging schnellen Schrittes den Weg, auf dem sie gekommen waren, zurück. Sie musste sich schleunigst wieder mit den anderen treffen und ihnen, sowie auch Conlai, davon berichten, was sie gerade gehört hatte.

Conlais Zweifel

Conlai machte, nachdem er noch einige Zeit in der Kornstubn verbracht hatte, einen kleinen Spaziergang durch das Dorf, bevor er beschloss, sich in seine eigene Hütte zurück zu ziehen, um sich in Ruhe mit seinen Gedanken beschäftigen zu können. Bevor die Abenteurern aufgebrochen waren hatte er ihnen Bescheid gegeben, dass er hier sein würde, sollten sie ihn in der Kornstubn nicht auffinden. Noch immer war sich der alte Mann nicht darüber im Klaren, ob er die richtige Entscheidung getroffen hatte. War es wirklich vernünftig gewesen diese sechs fremden, jungen Menschen auszuschicken um den Problemen des Dorfes auf den Grund zu gehen? Waren sie wirklich vertrauenswürdig? Sie waren alle so jung und wirkten noch recht unerfahren. Es fiel Conlai sehr schwer, sich vorzustellen, dass er selbst eines Tages so jung gewesen war.

Langsam und andächtig strich er sich mit den Fingern der rechten Hand über den Handrücken der Linken. Er betrachtete seine tiefen Falten, fühlte sie bewusst unter seinen ebenso faltigen Fingern. Früher konnte er sich um die Probleme um ihn herum selber kümmern. Jetzt musste er sich dafür auf andere verlassen. Wie er das hasste. Als er merkte, dass seine Gedanken sich zu einem negativen, ihn immer unzufriedener werden lassenden Strudel formten, schüttelte er sie ab. Conlai ging zu einer länglichen Holzschatulle am anderen Ende des großen Raumes, der den Großteil der Behausung ausmachte. Er öffnete die Schatulle und nahm langsam den Inhalt heraus. Dabei handelte es sich um eine Holzflöte. Das Holz war bereits sehr dunkel, da die Flöte alt war. Seit ungefähr 60 Jahren war sie nun schon in seinem Besitz. In seiner Jugend wollte Conlai, zu Ehren seiner Mutter, die eine Bardin war, ein Instrument erlernen. Er hatte schnell begriffen dass es nicht das selbe Instrument sein konnte, wie sie es jeden Abend gespielt hatte, da seine Finger für die Laute viel zu ungeschickt und grob waren. Er war nun mal viel eher dazu geboren, ein Krieger zu sein und kein Musiker.

Conlai’s Flöte

In seiner Kindheit, wenn er im Wald gespielt hatte, hatte er oft heimlich einen Elfen beobachtet, der im Wald wohnte und neben seiner Hütte Flöte spielte. Es klang wunderschön und zog Conlai jedes Mal sofort in seinen Bann. Also beschloss er, sich auch eine Flöte zu besorgen und zu lernen, wie man darauf spielt. Immer wieder mal, wenn es ihm seine Zeit erlaubte, was seit er nicht mehr kämpfen konnte, jeden Tag der Fall war, spielte er auf dem Holzblasinstrument. Er spielte Melodien, die aus seinem Inneren kamen. Er vertonte seine Gedanken, seine Gefühle und Emotionen, hauptsächlich um das Gefühl zu haben, er würde sie durch die Klänge der Flöte in die Welt hinaus tragen können und müsse sich selber nicht mehr damit befassen. Seine Lieder waren tief und langsam. Schnell verfiel er in eine Art Trance, in der er immer weiter spielte. Die Welt um ihn herum verschwamm, bis alles nur noch aus Klängen und Tönen bestand.

Irgendwann, wohl aus Zufall, nahm er eine Bewegung aus dem Augenwinkel wahr. Er hörte auf zu spielen, senkte die Flöte und sah aus dem Fenster. Jemand näherte sich seinem Haus. Zuerst erlaubten es ihm seine immer schwächer werdenden Augen nicht genau zu erkennen, um wen es sich dabei handelte. Doch schon bald sah er, wer da so zielstrebig auf seine Behausung zu marschierte. Es waren die sechs jungen Abenteurer. Gleich würde Conlai erfahren, was sie im Wald herausgefunden hatten.

About Kessy

ist Pflegekraft, Musikerin, Zockerin, aber vor allem ist sie eine Träumerin, die in ihrer eigenen kleinen Welt lebt. Auf Mittelalterfesten mutiert sie gerne mal zu einer Elfe. Ihre Lieblingstiere sind Drachen und Einhörner. Wenn sie liest, dann sind das meist Fantasy-Romane. Um andere Leute an ihrer Fantasie-Traum-Welt teilhaben zu lassen, schreibt sie Geschichten und Abenteuer im Reich des schwarzen Auges.

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