Unbequemlichkeiten

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Die Sonne geht auf, der Wecker ist noch stumm,
ich schlafe fest und tief, träume von nichts bösem,
lieg unter der warmen Decke und dreh mich noch mal rum,
will noch gemütlich weiterdösen,
doch plötzlich, BUMM BUMM BUMM.

Ich schrecke auf, mein Herz rast laut,
was ist da los, was soll das nun?
Das klingt als ob jemand gegen die Außenwand haut,
ich will doch nur schlafen, was soll ich nun tun?
Wie spät ist es? Schnell mal auf die Uhr geschaut.

Der Wecker sagt 5:30 Uhr, noch sehr bald,
so ein Graus, gewaltsam wurde ich geweckt,
gehe zum Fenster, öffne es weit, mehr als nur einen Spalt,
beuge den Kopf hinaus und siehe da, ganz keck,
sitzt da ein Specht, an die Mauer gekrallt.

Ein Specht auf einem Baum
Bild von Raechel Johnson auf Pixabay

Ich schwöre euch, er blickt mir in die Augen,
ich blicke zurück, will ihn mit meinem Blick töten,
der Vogel grinst mich an, sieht aus als würde ihm meine Wut taugen,
du lästiges Vieh, wenn ich dich erwisch‘, dann steckst du in Nöten,
niemand darf mir einfach so ungestraft meinen Schlaf rauben.

Ich streife in mein Arsenal und hol mir Waffen, viele, viele Waffen,
stürme erneut zum Fenster, bereit das lästige Vieh zu ermorden,
wie ich dann so da steh, Waffe in der Hand, beginne ich es zu raffen,
noch nie ist jemand an zu frühem Aufstehen gestorben,
der Vogel hat es nicht verdient zu sterben, er will nur leben, wie wir Menschen, Insekten oder auch Affen.

Von da an weckt er mich, Tag für Tag für Tag für Tag,
keine Ahnung, was der Specht da eigentlich so treibt,
auch wenn ich doch nur schlafen mag,
sobald ich zum Fenster rauszieh ist dem Vogel alles verzeiht,
langsam ich mich nach seinem Namen frag.

Nach zwei Monaten ist es endlich vorbei, der Vogel ist fort,
ich schlafe nun endlich wieder länger, was bin ich frohgemut,
ich ließ ihn Leben, mein Gewissen ist rein, mein Herz am richtigen Ort,
hätte ich ihn getötet, wäre mein Schlaf wohl länger nicht gut,
drum bereue ich es nicht, so gehandelt zu haben, glaubt es mir beim Wort.

Manchmal ist das Leben schwierig und unangenehm,
durch andere Lebewesen wird es einem schwer gemacht,
doch versucht man das Gegenüber dann zu verstehen,
so bemerkt man dann oft, man ist sich ähnlich und es wäre doch gelacht,
man muss einfach mal die Welt aus der Sicht von anderen sehen.

About Shanti

mag lange, sehr verschachtelte Texte, die intelligent klingen sollen. Gelingt ihm allerdings nicht immer. Also, dass die Sätze intelligent klingen. Wenn er nicht gerade dabei ist, verwirrende Satzkonstruktionen zu bauen, vertreibt er sich seine Zeit mit diversen Dingen wie Zocken, Lesen (es gibt tatsächlich noch Leute die Bücher lesen, man mag es kaum glauben), Serien schauen oder auch technischen Dingen, wie diesen Blog zu betreuen. Großteils verantwortlich für die Kategorie Random Stuff, da sein Hirn voll mit schwachsinnigen Ideen ist, die nach außen drängen.

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