Enola Holmes

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Enola Holmes ist ein US-amerikanischer Film, basierend auf der gleichnamigen Buchreihe von Nancy Springer.

Dieser Film ist derzeit in aller Munde. Der Trailer auf Netflix sah durchaus interessant aus, daher haben wir uns dazu entschlossen, uns den Film anzusehen. Nun ja, wie wir den Film gefunden haben, seht ihr in unserem neuesten Video. Darunter findet ihr unsere Meinung in Textform 🙂

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Worum geht es in Enola Holmes?

Enola Holmes ist die kleine Schwester von Sherlock Holmes, dem genialen Meisterdetektiv. Im Trailer wird sie als noch schlauere Version dargestellt, die noch brilliantere Verbrechen aufklärt. Zu Beginn des Films verschwindet die Mutter von Enola. Das junge Mädchen beschließt daher, aufzubrechen und ihre Mutter zu suchen. Dabei erlebt sie allerlei Abenteuer und rettet so ganz nebenbei noch einen englischen Adeligen und klärt eine finstere Verschwörung auf.

Da ihre beiden Brüder aufgrund des beträchtlichen Altersunterschiedes bereits ausgezogen waren, wuchs Enola alleine bei ihrer Mutter Eudora auf. Diese lehrte ihr das Lesen, das Zeichnen, das Kämpfen, das Bogenschießen, das Schach spielen und noch vieles mehr.

Die beiden waren immer zusammen und Enola hätte sich eine Welt ohne ihre Mutter niemals vorstellen können. Dennoch war es Eudora immer wichtig ihrer Tochter beizubringen, dass sie auch alleine zurecht kommen würde. Nicht umsonst hat sie ihr einen Namen gelesen, der von hinten nach vorne gelesen das Wort „Alone“ zu Deutsch, alleine bedeutet. Der Zeitpunkt ab dem Enola tatsächlich für sich selbst verantwortlich sein und für ihre Rechte kämpfen muss, kommt früher als erwartet. Nämlich ab dem Tag, an dem Eudora Holmes plötzlich verschwindet.

Ist der Hype gerechtfertigt?

Um es etwas übersichtlicher zu machen, haben Kessy und ich beschlossen, jeweils unsere eigenen Meinungen niederzuschreiben.

Shantis Meinung

Nein, der Hype ist absolut ungerechtfertigt. Enola Holmes ist leider ein unterdurchschnittlicher Film, den man sich zwar ansehen kann, aber nur, wenn man absolut nichts Besseres zu tun hat. Die Story ist nicht brilliant und auch Enola Holmes ist es leider nicht. Meiner Meinung nach merkt man dem Film an, dass er lediglich existiert, um Sherlock Holmes durch eine Frau zu ersetzen.

Grundsätzlich stört es mich nicht, wenn ein Film versucht, eine starke und interessante Frau als Hauptprotagonist zu etablieren, doch Enola Holmes macht dies nur stümperhaft. Enola ist kein besonders interessanter Charakter, sie ist völlig farblos und hat keine Persönlichkeit. Sie bekommt im Film aber auch keinerlei Gelegenheit dazu, da es keine besonders tollen Fälle gibt, die sie aufklären könnte. Teilweise wirkt sie im Film aber trotzdem stark und toll, aber nur aus dem Grund, dass sämtliche Männer hier absolut dämlich dargestellt werden. Sowohl Sherlock als auch sein Bruder Mycroft sind ziemlich unsympathisch und nicht besonders schlau. Statt die Brillianz der Holmes-Brüder zu etablieren und Enola einfach noch schlauer zu machen, wird Enola als durchschnittlich dargestellt und ihre Brüder als Vollidioten.

Leider bietet Enola Holmes nur seichte Unterhaltung, die für einen gemütlichen Sonntagnachmittag ausreicht, kommt aber nie an die Brillianz der Serie ran und meiner Meinung nach wird der Name Holmes hier nur dazu benutzt, eine Erwartung zu wecken und mit dem Namen Geld zu verdienen. Ich bin mir sicher, wenn der Film eine eigenständige Welt erschaffen hätte, wäre der Hype nie entstanden.

Kessys Meinung

Ich finde, dass dies keine Ja oder nein Frage ist. Ich habe positive wie auch negative Eindrücke von diesem Film. Die Handlung findet im alten England statt. Die dementsprechende Atmosphäre wurde gut eingefangen und dieser typisch englische Flair kommt meiner Meinung nach sehr gut rüber. Auch wurden die Outfits mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Die Kleider der Damen, vor allem die der Hauptfigur Enola sind, so weit ich das beurteilen kann, mit sehr viel Mühe gearbeitet worden.

Was mich sehr unglücklich gemacht hat waren die Darstellungen von Sherlock und Mycroft Holmes. Der geniale Meisterdetektiv Sherlock wirkt sehr durchschnittlich. Es wird zwar immer wieder über seine Genialität geredet, jedoch wird sie zu keiner Sekunde des Filmes zur Schau gestellt. Mycroft ist laut dem Film einfach ein gemeines Arschloch, der kein bisschen danach geht was sich Enola wünscht sondern einzig und allein danach strebt seine jüngere Schwester in eine Schule zu stecken in der sie lernt eine anständige junge Frau zu sein. Generell wird jeder Mann in diesem Film als eher dümmlich dargestellt. Also die feministischen Aspekte hinter dieser Produktion sind unverkennbar.

Auch wenn ich einige Male die Stirn darüber gerunzelt habe und auch so manche Aspekte als übertrieben dargestellt empfunden habe, habe ich den Film gerne geschaut. Ich würde Enola Holmes als einen netten, schön gemachten und durchschnittlichen Film bezeichnen.

About Shanti

mag lange, sehr verschachtelte Texte, die intelligent klingen sollen. Gelingt ihm allerdings nicht immer. Also, dass die Sätze intelligent klingen. Wenn er nicht gerade dabei ist, verwirrende Satzkonstruktionen zu bauen, vertreibt er sich seine Zeit mit diversen Dingen wie Zocken, Lesen (es gibt tatsächlich noch Leute die Bücher lesen, man mag es kaum glauben), Serien schauen oder auch technischen Dingen, wie diesen Blog zu betreuen. Großteils verantwortlich für die Kategorie Random Stuff, da sein Hirn voll mit schwachsinnigen Ideen ist, die nach außen drängen.

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