Mushoku Tensei: Isekai Ittara Honki Dasu

Wie so oft entstand auch dieser Anime, der übrigens auch Mushoku Tensei: Jobless Reincarnation genannt wird, aus einer Web-Novel. Es gibt auch eine Light-Novel und mehrere Manga-Adaptionen davon. Scheint also beliebt zu sein. Ich habe übrigens nur den Anime gesehen, wie so oft. Kann also zu den sonstigen Adaptionen von Mushoku Tensei: Isekai Ittara Honki Dasu nichts sagen.

Lohnt sich der Anime? Oder ist es nur ein langweiliger Isekai, wie zum Beispiel 100-man no Inochi no Ue ni Ore wa Tatteiru? Ich muss gestehen, ich mag Isekai, nur leider sind gefühlt 90 % davon völlig generischer Schrott. Zum Glück ist hier Mushoki Tensei: Isekai Ittara Honki Dasu eine Ausnahme davon.

Worum geht es?

Wie sonst auch, stirbt ein junger Mann und wird nach seinem Tod in eine andere Welt transportiert. Soweit ist ja alles wie sonst auch immer. In seinem alten Leben war er ein Versager ohne Arbeit, der nie das Haus verlassen hat, aber nun will er alles anders machen. Hier unterscheidet sich der Anime auch schon von vielen anderen Isekai, denn er wird tatsächlich neugeboren. Er startet also Baby namens Rudeus und er wächst mit seinen liebevollen Eltern auf. Da er weiß, dass er neugeboren wurde, kann er schon früh lesen und lernt recht schnell, dass es in dieser Welt Magie gibt. Er fängt schon als Kleinkind an sich dafür zu interessieren und auch seine Eltern merken recht schnell, dass er ein Wunderkind ist. Daher beschließen sie, eine Lehrerin für Rudeus zu holen.

Da seine Eltern recht wohlhabend sind, stellt das auch kein Problem dar und so tritt Roxy in sein Leben. Sie bringt ihm alles über Magie bei, was sie weiß. Aber was noch viel wichtiger ist, sie hilft ihm, seine Ängste zu überwinden. In seinem früheren Leben gab es nämlich einen Grund dafür, dass er nie das Haus verließ. Er wurde in seiner Schulzeit gemobbt und hat seitdem furchtbare Panik davor, anderen Leuten zu begegnen. Er fürchtet sich davor, wieder gemobbt und ausgelacht zu werden. Dies ist ein weiterer Punkt, der sich stark von anderen Isekai unterscheidet. Rudeus entwickelt sich weiter. Roxy hilft ihm dabei, seine Angst zu überwinden und dadurch schafft er es endlich, das Haus zu verlassen und neue Leute kennenzulernen.

Mushoku Tensei: Isekai Ittara Honki Dasu Promo Rudeus und Nebencharaktere
Rudeus und einige der Nebencharaktere

Die Charakterentwicklung in Mushoku Tensei: Isekai Ittara Honki Dasu

Generell entwickeln sich die Charaktere weiter. Nicht nur Rudeus wächst im Laufe der Geschichte über sich selbst hinaus, auch die Nebencharaktere verändern sich. So lernt Rudeus nicht nur durch Roxy neue Dinge kennen, auf Roxy entwickelt sich durch den Kontakt mit Rudeus weiter. Ich will hier nicht zu viel spoilern, aber lass dir gesagt sein, auch die anderen Figuren bleiben nicht auf der Stelle stehen.

Lediglich ein kleines bisschen spoilern muss ich dich nun doch. Wenn du das vermeiden willst, lies einfach direkt bei der nächsten Überschrift weiter. Das wirklich Besondere an Mushoku Tensei: Isekai Ittara Honki Dasu ist aber, dass die Charaktere hier nicht nur schwarz und weiß sind. Gerade bei Isekai neigen die Figuren oft dazu, die tollsten Helden der Welt zu sein und alle bösen Figuren sind einfach nur böse, weil sie halt böse sind. Rudeus Vater Paul zum Beispiel ist ein toller Vater. Er kümmert sich hingebungsvoll um seine Frau und sein Kind, aber dennoch hat er eine Affäre mit der Haushälterin. Diese bekommt sogar ein Kind von ihm, was für einige Diskussionen in der Familie führt. Verständlicherweise. Viele Leute kritiseren die Figur dafür und sind der Meinung, dass alle Männer in Mushoku Tensei: Isekai Ittara Honki Dasu perverse Schweine sind, auch auch Rudeus durchaus etwas nach seinem Vater kommt.

Aber wie so oft im Leben gibt es nicht nur schwarz und weiß und Fehler sind menschlich. Die Figuren haben Fehler und Makel, sie sind nicht perfekt. Aber genau das zeichnet sie aus und lässt Mushoku Tensei: Isekai Ittara Honki Dasu aus dem Isekai-Einheitsbrei herausstechen.

Die Story – das große Manko

So gut die Charaktere und ihre Entwicklung auch ist, so ist doch die Story die große Schwachstelle bei Mushoku Tensei: Isekai Ittara Honki Dasu. Es passiert zwar einiges, aber irgendwie wirkt alles ein bisschen erzwungen. Gerade am Anfang passiert einige Folgen sehr wenig und dann geht es Schlag auf Schlag weiter, von einer Gefahr zu nächsten. Da alles sehr schnell geht, wirkt es zeitweise etwas hektisch und unlogisch. Vorallem die Szene, in der Rudeus einem sturen Mädchen etwas beibringen will und dafür einen Plan schmiedet ist völlig absurd. Der ganze Plan ist voller Logiklöcher und so bescheuert, dass er gar nicht funktionieren kann.

Aber auch sonst ist die Story nicht besonders spannend. Teilweise kam bei mir das Feeling von Slice of Life auf, was ich nicht Besonders spannend finde. Sehr schade, da die Figuren in einer spannenden Story echt grandios gewesen wären. Irgendwie geht es aber auch anderen Animes so, wie zB Baccano.

Mein Fazit zu Mushoku Tensei: Isekai Ittara Honki Dasu

Tolle Charaktere, die Animationen sind gut, kein schlechtes CGI. Gute Voraussetzungen für ein Meisterwerk, aber leider schwächelt die Story etwas. Dennoch kann ich eine klare Empfehlung aussprechen. Mit Mushoku Tensei: Isekai Ittara Honki Dasu hat endlich ein Anime das ausgelutschte Genre Isekai etwas belebt. Find ich toll.

Vorallem, da mir in einem Anime immer die Charaktere am Wichtigsten sind, finde ich es super, dass hier enorm viel Wert darauf gelegt wurde. Für mich gibt es nichts Schlimmeres wie eine weinerliche Hauptfigur, die sich nie weiterentwickelt. Gut, dass das hier besser gemacht wird. Wie gesagt, ich kann diesen Anime jedem empfehlen, der Isekai mag. Du wirst es nicht bereuen.

7 von 10 Punkten

About Shanti

mag lange, sehr verschachtelte Texte, die intelligent klingen sollen. Gelingt ihm allerdings nicht immer. Also, dass die Sätze intelligent klingen. Wenn er nicht gerade dabei ist, verwirrende Satzkonstruktionen zu bauen, vertreibt er sich seine Zeit mit diversen Dingen wie Zocken, Lesen (es gibt tatsächlich noch Leute die Bücher lesen, man mag es kaum glauben), Serien schauen oder auch technischen Dingen, wie diesen Blog zu betreuen. Großteils verantwortlich für die Kategorie Random Stuff, da sein Hirn voll mit schwachsinnigen Ideen ist, die nach außen drängen.

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