Tenet

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Diese Woche war ich heuer zum ersten Mal im Kino und habe mir Tenet angesehen. Da ich ein großer Fan von Christopher Nolans anderen Filmen bin, war Tenet ein klarer Pflichttermin für mich. Ich habe mir bewusst keine Informationen über den Film angesehen, auch keinen Trailer, nichts. Ich wollte komplett unbelastet ins Kino gesehen und den Film genießen.

Die Hauptdarsteller und eine Überraschung

Die Hauptolle spielt John David Washington. Mir war er vorher völlig unbekannt, aber er hat seine Rolle großartig gespielt. Die weibliche Hauptrolle in Tenet wurde von Elizabeth Debicki übernommen, auch von ihr habe ich vorher noch nie gehört. Sie spielt Kat, die unglückliche Frau des Terroristen, die einfach nur sich selbst und ihr Kind schützen will. Daher unterstützt sie den Protagonisten dabei, ihren Mann aufzuhalten. Der Dritte im Bunde wurde von einem Schauspieler gespielt, der mir wahnsinnig bekannt vorkam, den ich aber nicht zuordnen konnte. Er spielt Neil, einen Agenten, der ebenfalls die Vernichtung der Welt aufhalten will und unseren Protagonisten in allen Belangen unterstützt. Erst beim Schreiben meines Beitrages hier habe ich gegoogelt wer der Schauspieler eigentlich war, und siehe da, ich wurde überrascht. Robert Pattinson, den ich bisher nur von diversen Twilight Memes kannte, hat die Rolle übernommen. Das hat mich doch sehr überrascht. Ich habe zwar noch keine Filme mit ihm gesehen, habe ihn aber für einen recht schlechten Schauspieler gehalten, geprägt durch diverse Internet-Hater, die sich regelmäßig darüber beschweren, dass er bald Batman spielen soll. Seine Darstellung hat mich aber überzeugt, ich stehe den neuen Batman-Filmen nun weit weniger skeptisch gegenüber als vorher.

Worum geht es aber nun bei Tenet?

Ich versuche, möglichst spoilerfrei zu bleiben, will es aber nicht garantieren. Weiterlesen also nur auf eigene Gefahr.

Der Geheimagent, dargestellt durch John David Washington, wird bei einem Auftrag erwischt und entscheidet sich dafür, sein Leben zu beenden um seine Kameraden nicht zu verraten. Er überlebt aber und wird sofort für eine neue Mission rekrutiert. In dieser Mission geht es um nichts Geringeres als die Rettung der Welt. Ein Terrorist ist in der Hand von sogenannter invertierter Munition. Invertiert bedeutet, dass für diese Gegenstände die Zeit rückwärts läuft. Klingt erstmal sehr schräg und glaubt mir, dass ich es auch.

Im Laufe des Films spielt dieses Invertieren natürlich eine große Rolle. So können nicht nur Gegenstände sondern auch Personen rückwärts durch die Zeit wandern. Der Grundgedanke dahinter mutet erst völlig absurd an und zugegeben, für mich ist er auch immer noch absurd. Wenn man diese Möglichkeit aber erst einmal akzeptiert hat, ist der Film durchaus plausibel und mir sind auch keine Logikfehler aufgefallen. Ich bin mir aber trotzdem sicher, dass er einige aufweist, aber zumindest ich habe keine gefunden.

Tenet Popcorn
Auch Tenet ist mit einem Snack noch besser 🙂

Hin und her

Der Film wechselt sehr schnell von einem Ort zum anderen, dadurch ist für mich absolut keine Langeweile aufgekommen. Es gab keine einzige Szene im Film die ich als unnötig erachtet habe und obwohl der Film deutlich über 2 Stunden lang ist, verging die Zeit für mich weit schneller. Allerdings können diese schnellen Ortswechsel manchmal etwas verwirren, man muss sich bei Tenet wirklich auf den Film einlassen. Tenet ist definitiv kein Film, den man nebenbei schauen kann. Aber der Film belohnt einen dafür mit vielen tollen Szenen, die man so vorher noch nie gesehen hat.

Beim Schreiben meines Beitrages ist mir ein weiteres Detail aufgefallen, dass mir während des Films nicht bewusst geworden ist. Der Hauptdarsteller hat keinen Namen. Beziehungsweise kommt sein Name im gesamten Film nicht vor, er redet von sich selbst auch nur als „Der Protagonist“. Wirklich aufgefallen ist mir das aber erst während des Schreibens, als mir partout seine Name nicht einfallen wollte. Nach einer kurzen Google-Suche war ich schlauer. Er hat tatsächlich keinen Namen. Ich bin auch völlig überzeugt davon, dass Christopher Nolan noch weitere solcher Easter-Eggs in Tenet eingebaut hat, die Suche danach überlasse ich aber Leuten, die von Filmen mehr verstehen als ich 🙂

Sensationelle Effekte

Dieses Zeitreisen wird grandios umgesetzt. Es wirkt völlig fremdartig, wenn sich Gegenstände gleichzeitig vorwärts als auch rückwärts bewegen und wie auch schon bei Inception hat Christopher Nolan hier keine Kosten und Mühen gescheut und diese Szenen haben bei mir permanent ein Gefühl der Fremdartigkeit ausgelöst. Ich kann es leider nicht beschreiben, weil es so völlig absurd ist und auch aussieht. Alleine für diese Szenen ist ein Kinobesuch eine gute Idee.

Mein Fazit zu Tenet

Aber es sind nicht nur die Effekte toll, mir hat auch der gesamte Film rundherum gefallen. Normalerweise bin ich absolut kein Fan von Zeitreisen, einfach weil mich das Großvater Paradox sehr stört. Witzigerweise wird aber sogar auf dieses Paradox eingegangen, aber die Erklärung ist völlig unbefriedigend. Zeitweise habe ich Tenet wegen der Idee mit den invertierten Dingen sehr schwachsinnig gefunden, als ich mich aber dann darauf eingelassen habe, hat mir der Film sehr gefallen, ich würde ihn mir auf jeden Fall erneut ansehen.

8 von 10 Punkten

About Shanti

mag lange, sehr verschachtelte Texte, die intelligent klingen sollen. Gelingt ihm allerdings nicht immer. Also, dass die Sätze intelligent klingen. Wenn er nicht gerade dabei ist, verwirrende Satzkonstruktionen zu bauen, vertreibt er sich seine Zeit mit diversen Dingen wie Zocken, Lesen (es gibt tatsächlich noch Leute die Bücher lesen, man mag es kaum glauben), Serien schauen oder auch technischen Dingen, wie diesen Blog zu betreuen. Großteils verantwortlich für die Kategorie Random Stuff, da sein Hirn voll mit schwachsinnigen Ideen ist, die nach außen drängen.

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